Vöhler Gemeindevertreter beschließen Umstellung der Kinderbetreuung auf privatrechtliche Grundlage

Verträge mit den Eltern schließen

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Die Gemeinde will Verträge mit Eltern abschließen.Foto: pr

Vöhl - Sie wollen damit das Nachmittagsangebot in drei der vier Vöhler Kindergärten langfristig sichern: Am Dienstag beschlossen die Gemeindevertreter, künftig mit Eltern Verträge für die Betreuung im Kindergarten abzuschließen.

Im vergangenen Jahr richtete die Gemeinde Vöhl in allen vier Kindergärten eine Nachmittagsbetreuung ein. Der Rücklauf war mäßig. In Dorfitter wurde das Angebot deswegen inzwischen wieder gestrichen.

Um Eltern in den anderen Kindergärten in Vöhl, Marienhagen und Schmittlotheim die Ganztagsbetreuung langfristig anbieten zu können, will die Gemeinde nun Verträge mit den Eltern schließen. Das beschloss die Gemeindevertretung.

Mit den Verträgen sollen sich interessierte Eltern verpflichten, ihre Kinder mindestens ein Jahr lang auch am Nachmittag betreuen zu lassen. „Nur wenn in Kindergärten mindestens zehn dieser Verträge geschlossen werden, können wir uns das Angebot in der Einrichtung weiterhin leisten“, sagte der Bürgermeister.

Auch der Abschluss von Verträgen über kürzere Zeiträume ist möglich und weiterhin können auch Zehnerkarten für die Nachmittagsbetreuung erworben werden - bei der Berechnung der Mindestanmeldungen spielen sie aber keine Rolle.

„Wir brauchen Planungssicherheit für die Eltern, aber auch für die Gemeinde“, erinnerte Karsten Kalhöfer (SPD) an den Ursprung der Diskussion, der bereits im Juli liegt. Mit den neuen Verträgen, die die Eltern mit den Fördervereinen abschließen, werde mehr Verbindlichkeit eingefordert, um schließlich Verbindlichkeit bieten zu können. Auch Juliane Klein (CDU) betonte: „Wir wollen die Ganztagsbetreuung in unseren Kindergärten sichern, aber im Moment zahlt die Gemeinde pro Jahr für die Kindergärten 604000 Euro zu.“

Um die Eltern vom neuen Angebot zu überzeugen, seien auch Nachlassregelungen möglich. „Beim Abschluss eines Einjahresvertrages könnte die Gebühr sinken“, schlug Kalhöfer vor. Über die Gebührensatzung will die Gemeindevertretung allerdings zum späteren Zeitpunkt gesondert beraten. Die Regelung soll ab August 2015 gelten. Die Parlamentarier beschlossen die Änderung einstimmig.

Von Theresa Demski

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