"Tag der Heimat" in der Korbacher Stadthalle

Vertriebene wollen Blick in die Zukunft richten

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Zum „Tag der Heimat“ in der Korbacher Stadthalle trugen die Fahnenträgerinnen die Trachten ihrer Heimat und damit ein geliebtes Stück Tradition. Die Tanzgruppe der „Siebenbürger Sachsen“ trat auf und die Musiker aus Mengeringhausen spielten.

Korbach. Einmal im Jahr erinnern die Vertriebenen der ehemaligen ostdeutschen Gebiete an ihre Wurzeln und Traditionen. Beim "Tag der Heimat" in Korbach bekamen sie am Sonntag Unterstützung vom Musikverein aus Mengeringhausen und der Tanzgruppe der „Siebenbürger Sachsen“.

In den Trachten ihrer Vorfahren trugen die Damen die Fahnen in den Saal und erweckten bei vielen Besuchern Erinnerungen an Kindheitstage. Zum „Tag der Heimat“ hatte der „Bund der Vertriebenen“ (BdV) all jene eingeladen, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat in den ehemaligen deutschen Ostgebieten hatten verlassen müssen. „Das war ein nicht entschuldbares Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, befand BdV-Kreisvorsitzender Günter Krause. Und ergänzte: „Aber wir wollen den Blick auf die Gegenwart und die Zukunft richten.“ Und genau dahin blickte auch Stadtrat Günter Schlund in seinem Grußwort: „Es gibt kaum ein Land, das im 20. Jahrhundert von Flucht und Vertreibung verschont geblieben ist“, erinnerte er, „und an dieses Unrecht zu erinnern, trägt dazu bei, künftiges Unrecht zu vermeiden.“ (resa)

Mehr dazu lesen Sie in der WLZ am 18. Oktober.

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