Korbach

Verurteilte Mörderin stellt sich

- Korbach/Edertal (höh). Seit elf Wochen fahndete die Polizei mit internationalem Haftbefehl nach einer Edertalerin, die wegen Mordes an ihrem Kind zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Am Mittwochmorgen stellte sich Stefanie Laborenz bei der Polizei in Korbach.

Die 34-Jährige war mit rechtskräftigem Urteil vom Landgericht Kassel vom 12. Februar wegen Mordes an ihrem neugeborenen Sohn verurteilt worden. Zu ihrem Haftantritt am 12. Oktober ist die Verurteilte dann nicht erschienen. Zeugen wollen die verurteilte Kindsmörderin Tage später noch in ihrem Wohnort gesehen haben. Nach Angaben der Polizei hielt sich die Edertalerin seitdem verborgen, von ihr fehlte jede Spur. Unter der Leitung des Fahndungskommissariats in Kassel fahndete die Polizei in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft in Kassel im In- und Ausland nach der 34-Jährigen.

Die intensiven und zielgerichteten Maßnahmen erstreckten sich zunächst auf ganz Hessen und später auf das gesamte Bundesgebiet, hieß es gestern in einer Pressemitteilung der Polizei. Als sich Erkenntnisse auf einen möglichen Auslandsaufenthalt der Gesuchten ergaben, wurde neben dem nationalen Haftbefehl auch ein europäischer Haftbefehl erwirkt.

„Vermutlich war der Fahndungsdruck so groß geworden, dass die Verurteilte einem drohenden Zugriff zuvorkam und sich in Begleitung ihres Rechtsanwaltes bei der Polizei in Korbach stellte“, so Polizeisprecher Volker König gegenüber der WLZ-FZ. Über den Aufenthalt in den vergangenen Monaten machte die Edertalerin laut Polizei bislang keine Angaben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Verurteilte in die Justizvollzugsanstalt nach Kassel eingeliefert.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 30. Dezember.

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