Westwallschule zielt auf Zertifikat „Gesunde Schule“

Viel Bewegung auf dem Stundenplan

+
Mehr Sportstunden, Wettbewerbe und gesunde Rückenschule: Die Mädchen und Jungen der Westwallschule in Korbach sind viel und gesund in Bewegung, bescheinigt das Zertifikat des Schulamtes. Foto: Marianne Dämmer

Korbach - Die Westwallschule darf weiterhin das Zertifikat „Bewegungsfördernde Schule“ tragen - gestern überreichte ein Vertreter des Staatlichen Schulamtes die neue Urkunde.

Alle Schülerinnen und Schüler hatten sich gestern Morgen auf dem Pausenhof der Westwallschule in Korbach versammelt, um Applaus für die Bestätigung des Zertifikats zu spenden: Die entsprechende Urkunde überreichte Wolf Wille, Fachberater „Schule und Gesundheit“ des Staatlichen Schulamtes (Fritzlar), an Schulleiterin Carmen Best.

2009 hatte die Schulleitung entschieden, sich die bereits vorhandenen Projekte und Strukturen in Form eines Zertifikats bestätigen zu lassen. Die Zertifizierung erfolgte im Sommer 2010 und war für vier Jahre gültig. Eine erneute Überprüfung der Bildungseinrichtung habe die Experten davon überzeugt, dass die Schule erfolgreich alles daran setze, Bewegung der Kinder durch Spiele, Sport und weitere Aktionen zu fördern. „Ihr macht tolle Sachen“, lobte Wille bei der Übergabe der Urkunde.

Das Prädikat „Bewegungsfördernde Schule“ ist Teil des Gesamtzertifikats „Gesundheitsfördernde Schule“, das die Schule nun angehen möchte, erklärte Schulleiterin Best: Weitere Bausteine sind effektive Angebote bei Ernährung und Verbraucherschutz, bei der Sucht- und Gewaltprävention und der Lehrergesundheit. „Viele Auflagen erfüllen wir da schon, wir müssen sie nur noch vervollständigen“, sagte Best. Bislang gibt es erst eine Grundschule in Waldeck-Frankenberg, die mit dem vierteiligen Gesamtzertifikat ausgezeichnet wurde, erklärte Wolf Wille vom Staatlichen Schulamt.

Ziel der „Gesunden Schule“ ist es, das System Schule als Ganzes zu erfassen - vom Schulklima, über erzieherische Kompetenzen und ein gutes Selbstwertgefühl von Schülern und Lehrerschaft bis hin zu eigenverantwortlichem Lernen und zur Gesundheitsförderung. So werden von den Schulen Prozesse eingeleitet, um Gesundheitsförderung in der Schule strukturell und wirkungsvoll zu verankern.

An der Westwallschule gibt es unter anderem eine dritte Sportstunde pro Woche, eine spezielle Rückenschule und mehrere sportliche Höhepunkte im Jahr, die die Schüler zu mehr Bewegung einladen, wie eine Pendelstaffel und ein Turmbaufinale zum Abschluss des Schuljahres, die von den Kindern gern genutzt werden, erklärten die zuständigen Lehrerinnen Barbara Ebert und Cornelia Tent.

Von Marianne Dämmer

Kommentare