Korbach

„Viele fahren hier viel zu schnell“

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- Korbach (tk) Die Herbstbreite dürfen Autofahrer ab sofort nur noch langsam durchqueren. Hinweise der Anwohner führten zur raschen Ausweisung einer neuen „Tempo 30-Zone“.

„Viele fahren viel zu schnell hier durch“, beschreiben die Anwohner den bisherigen Zustand. Anfang des Jahres machten sie die Stadt auf die gefährliche Situation aufmerksam. Nach Gespräch und Ortstermin brachten gestern Bürgermeister Klaus Friedrich und Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland das noch fehlende „Tempo 30“-Schild vorbei.

Sehr zur Freude der Kinder, die sich mit der Hinweistafel am Straßenrand postierten und sie Autofahrern zeigten. „Sicherheit für Kinder geht vor. Dennoch ist es wichtig, dass bei allen Überlegungen die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden“, sagte Friedrich. Deshalb müsse auch jede Straße separat begutachtet werden, welche Methoden zur Verkehrsberuhigung dort in Frage kommen. So sei etwa der Einbau von Bremsschwellen in Quartieren, die vom Stadtbus befahren werden, eine Zumutung für Busfahrer wie Fahrgäste.

In Wohngebieten, die wie die Herbstbreite ausschließlich vom Anliegerverkehr geprägt sind, können kurzfristig Tempo 30-Zonen eingerichtet werden. Nach einer entsprechenden Änderung der Straßenverkehrsordnung räume der Gesetzgeber den Kommunen mehr Ermessensspielraum ein, erklärte Friedrich. Und weil bereits ein Großteil des Areals zwischen Krankenhaus und Itterstraße verkehrsberuhigt sei, „war es nur folgerichtig, hier weiterzumachen“, ergänzte Vahland. Weitere „Tempo 30-Zonen“ in anderen Wohngebieten sollen in den nächsten Wochen und Monaten eingerichtet werden.

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