Nicol Ney bei Schützenfest inthronisiert

Viele Gäste für vierte Königin

Oberorke - Am Montag klingt das Schützenfest in Oberorke aus. Die vorangegangenen drei Tage waren gefüllt mit Musik, Geselligkeit und Traditionspflege.

Vöhls kleinsten Ortsteil zu durchqueren dauert nicht lange, doch die Hunderte durch Oberorke marschierenden Menschen fanden entlang des Weges viele Bewunderer: Seit Freitag feiern die Oberorker Schützenfest, Höhepunkt war der Festzug am Sonntag. Vorneweg zogen der örtliche Reitverein und die Ehrengäste, dahinter folgten zwölf Vereine der neuen Königin Nicol Ney, die Ende Juni den Vogel von der Stange geholt hatte. Ihr Prinzgemahl Alexander, Vorsitzender des Schützenvereins „Orketal 1960“, war selbst schon König.

Dem erfahrenen Paar und seinen „Untertanen“ folgten die Schützenvereine aus Geismar, Roda, Münden, Goddelsheim, dem Ittertal, Schreufa und Niederorke. Aus dem tiefergelegenem Nachbarort kam auch die Frauengruppe, die sich ebenso wie die Gymnastikgruppe Ederbringhausen am Festzug beteiligte. Für die passenden Melodien sorgte weit vorn der Musikverein Buchenberg mit zünftiger Marschmusik, das Ende des langen Zugs untermalten die „Tastendudler“ mit ihren Akkordeons auf völlig andere Art. Schon zur Inthronisierung am Vorabend empfingen das neue Regentenpaar und Jugendkönig Bastian Scholl Gäste nicht nur aus Ober- und Niederorke, sondern auch von den Schützen aus Neukirchen und Schmittlotheim, dem Elliverein Fürstenberg, dem Sportverein Ehringhausen sowie vom gemischten Chor und der Gymnastikgruppe Ederbringhausen. Auch die Feriengäste in dem vom Tourismus geprägten Ort begrüßte Alexander Ney als Vorsitzender. Im Festzelt zeigten sich alle Facetten der Traditionsveranstaltung Schützenfest: vom ehrfürchtigen Schweigen, als die neue Königsfamilie im Fackelschein auf die Schützenfahne schwor, bis zu ausgelassenem Tanzen, wenn die Stimmungsband „Silver Boys“ aufspielte.Nicol Ney ist bereits die vierte Frau, die in Oberorke die Regentschaft übernommen hat, seit der Verein 1987 Damen zum Vogelschießen zugelassen hat.Als Nachfolgerin von Stephanie Dittrich ist sie bereits die zweite in Folge. Ihre Amtsperiode dauert indes genau wie die des Kaiserpaars Karl und Ute Bäcker ein Jahr länger: Das nächste Schützenfest in Oberorke findet wegen der Feiern zum 1000-jährigen Bestehen des Ortes erst 2017 statt. Am Montag lassen die Schützen ihr Fest mit einem vereinsinternen Frühschoppen, Königsessen und geselligen Nachmittag ausklingen. Von Wilhelm Figge

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