Konvoigruppe Waldeck-Frankenberg unterwegs nach Lutsk

Viele Hilfsgüter im Gepäck

Korbach - Von Krankenbetten bis Schulmöbel, vom Krankenwagen bis zu Schuhen: Mit 18,8 Tonnen Hilfsgütern hat sich die Konvoigruppe am Samstag auf den Weg in die Ukraine gemacht.

Fast 1400 Kilometer liegen vor den Mitgliedern der Konvoigruppe, als sie sich am Samstagmorgen vor dem Korbacher Kreishaus treffen. Drei schwere Lastwagen und ein Begleitfahrzeug stehen abfahrbereit in einer Reihe. Die lange Strecke scheuen die Fahrer nicht, schließlich sind sie nicht zum ersten Mal fast zwei Tage auf dem Weg, um Hilfsgüter in die Ukraine zu bringen. Seit 23 Jahren sammelt die Konvoigruppe Waldeck-Frankenberg Krankenhausmöbel, medizinisches Gerät, Möbel für Kinder- und Altenheime und Kleidung, um sie dann Richtung Osten zu bringen. „In diesem Jahr haben wir einen voll ausgerüsteten Rettungswagen schon vorgeschickt“, erzählt Vorsitzender Wilfried Vogel. Wegen der besonderen Abwicklung am Zoll hat sich der Fahrer der wertvollen Fracht schon früher auf den Weg gemacht. Mit 18,8 Tonnen Hilfsgütern, mit 55 Krankenbetten mit Nachtschränken, Behandlungsliegen, Schulmöbeln mit Wandtafeln, mit Rollstühlen und Rollatoren, mit Schuhen und Spielzeug machen sich am Samstagmorgen die zwölf Gruppenmitglieder auf den Weg nach Lutsk. Die Menschen dort sind den Waldeck-Frankenbergern längst zu Freunden geworden. „Und ein Krankenhaus haben wir bereits vollständig eingerichtet“, sagt Vogel, „nun haben wir ein neues Krankenhaus in Angriff genommen“. Die Hilfsgüter stammen aus Kliniken, die aussortiert oder Praxen, die geschlossen haben. Zum ersten Mal begleitet in diesem Jahr auch ein Vertreter der westfälischen Landeskliniken den Konvoi. Zu den Sponsoren gehören auch die Spedition Huhn aus Rhadern und das Fahrzeughaus Schmidt aus Frankenberg, die die Zugmaschinen zur Verfügung stellten. Der Möbelkreis übernahm die Miete für die dritte Zugmaschine. Und längst zum Team gehört auch die Spedition Brass, mit deren Hilfe Jahr um Jahr die Sattelanhänger beladen werden. Auch für den Kraftstoff – zumindest für die Hinfahrt – hat die Gruppe mit der Firma Grebe einen Sponsor gefunden.Am Samstag wird der Konvoi zurück in Korbach erwartet – dann mit vielen Dankesgrüßen der ukrainischen Freunde im Gepäck. (resa)

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