Schmittlotheim: Jugendfeuerwehren tragen Wettkampf aus · Ausrichter Schmittlotheim feiert seinen 35. Geburtstag

Vöhler dürfen Wanderpokal behalten

Vöhl-Schmittlotheim - Der Wettkampf war fair, die Anspannung groß und der Jubel am Ende lautstark: Team Vöhl hat bei den Jugendmeisterschaften am Samstag erneut den ersten Platz belegt.

Die neun Mädchen und Jungen hatten bis zur letzten Sekunde mit den Mitstreitern aus Thalitter gefiebert. Wer würde beim Löschangriff und Fragebogen am besten abgeschnitten haben? Thal­itter landete schließlich acht Punkte hinter Vöhl (1600 Zähler); Dritter wurde Obernburg I. Kreisjugendwart Markus Potthof lobte: „So soll es sein.“ Gemeindejugendwartin Miriam Mehring überreichte mit ihrem Team die Pokale. Am Florianscup hatten zudem Gäste aus dem Südkreis teilgenommen. „Welches Gas entsteht bei einer vollkommenen Verbrennung?“ oder „Was ist beim Einsatz von Schlauchbrücken zu beachten?“ Dass „Kohlendioxid“ und „Verkehrssicherung“ gemeint sind, galt es bei der schriftlichen Prüfung zu wissen. Anschließend ging es auf den Rasen, wo die angetretenen Trupps einen Löschangriff samt Knotenwettbewerb bewältigen mussten. „Was auf der Wiese Spiel und Spaß ist, kann auch Ernst werden“, hatte zuvor Gemeindebrandinspektor Berthold Schreiber mit Blick auf den Brand in Neukirchen festgestellt. Bei aller Lockerheit, die „vollkommen okay“ sei, gelte es, sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Begonnen hatte der Tag rund um die Vöhler Jugendfeuerwehr mit einer offiziellen Sitzung in der Festscheune. Miriam Mehring hatte auf die vergangenen zwölf Monate zurückgeblickt und berichtet, dass die Mannschaftsstärke der Jugendfeuerwehr um zehn Prozent geschrumpft sei. In acht Abteilungen engagieren sich demnach 90 Jugendliche. Trotzdem hätten die Jugendwarte viel Arbeit geleistet: Fast 2300 Stunden brachten sie insgesamt für Ausbildung, Jugendarbeit und Verwaltung auf. Dafür dankte nicht nur die Jugendwartin. Auch vonseiten der Einsatzabteilungen der Feuerwehr und der Politik gab es Anerkennung. Gemeindevertreter Reinhard Metka und Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl sprachen ebenso wie Verbandsvorsitzender Manfred Hankel. Dass der 20. Jugendtag der Feuerwehr in Schmittlotheim stattfand, hatte einen besonderen Grund: In diesem Jahr feiert der Nachwuchs das 35-jährige Bestehen. Fritz Schenk, damals Gründungsmitglied, nutzte die Gelegenheit, auf die Jahrzehnte zurückzuschauen. 1976 war der Wunsch aufgekommen – ähnlich wie in anderen Teilen der Gemeinde auch – eine Jugendfeuerwehr aufzubauen. Unter großem Interesse trafen sich Vertreter von Kreis und Gemeinde am 28. März 1977 im Gasthaus Wolf und starteten mit 13 Mitgliedern die Arbeit. Umwelt und Wettbewerbe standen seitdem im Mittelpunkt der Arbeit. In der Hochzeit fanden sich 28 Jugendliche zusammen. Höhepunkt war die Teilnahme am ersten gesamtdeutschen Bundesjugendtag gewesen. „Inzwischen ist eine komplette Generation vergangen“, befand Schenk – und blickte mit Sorgenfalten ins Publikum. Aktuell sind zwei Jugendliche in der Jugendabteilung – eine Zusammenarbeit mit Altenlotheim wurde notwendig. Doch Kreisjugendwart Markus Potthoff wollte ebenso wie Jugendwartin Lena Knoche den Kopf nicht hängen lassen. Die Jugendwehren seien in der Öffentlichkeit präsent. Eine Kooperation mit den Schulen sei wünschenswert, befanden Potthoff und Metka, der in der Schulleitung der Ederseeschule ist. Den Geburtstag nutzten die Anwesenden, um Geldgeschenke zu übergeben. Diese sollen in ein neues Zelt investiert werden, weil das alte Löcher aufweist.Auch die Jugendlichen aus Thalitter freuten sich über Aufmerksamkeit: Ihnen wurde für ein Jahr der Feuerwehrwimpel übergeben. Damit wolle man die kleinen Ortsteile mit geringerem Potenzial unterstützen und ihre Arbeit würdigen, begründete Miriam Mehring die Auswahl: „Es ist sehr gut, dass ihr weitermacht.“

Erst Feuerwehr, dann Fußball

Fragebogen für zwei Altersklassen und ein Löschangriff auf der angrenzenden Wiese: Die Angehörigen der Jugendfeuerwehr hatten am Samstag viel zu tun. Am Ende blieb aber sogar noch Zeit (und Kraft) für ein paar Fußballspiele. Die Plätze auf Gemeindeebene: Vöhl (1600 Punkte), Thalitter (1592), Obernburg I (1553), Schmitt-/Altenlotheim I (1496), Herzhausen (1434), Buchenberg (1387,7), Schmitt- / Altenlotheim II (1267,4). Außer Konkurrenz: Obernburg II.Beim Florianscup setzte sich Haina II gegen Haina I durch. Die weiteren Platzierungen: Roda I, Löhlbach (Mädchen), Vöhl, Thal­itter, Bockendorf, Roda II, Obernburg I, Schmitt-/Altenlotheim I, Obernburg II, Herzhausen, Buchenberg, Schmitt-/Altenlotheim I.

(den)

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