Diskussion beim Gottesdienst von Männern für Männer in der Markuskirche

Vorbild haben und Vorbild sein

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Die Mitglieder des Männerstammtisches der Staadtkirchengemeinde diskutierten am Sonntag in der Markuskirche über Vorbilder.

Korbach - „Wer sind unsere Vorbilder? Wie können wir als Männer und Väter auch Vorbilder sein?“ Das waren am Sonntag die zentralen Fragen beim Gottesdienst von Männern für Männer in der Markuskirche.

Der Männerstammtisch der evangelischen Stadtkirchengemeinde hatte zu diesem besonderen Gottesdienst eingeladen. Nach musikalischer Einstimmung sollten die Gemeindeglieder ihre individuellen Vorstellungen von männlichen Vorbildern auf verteilte Karten schreiben.

Persönliche Vorbilder

Danach diskutierten die Stammtischmitglieder Dr. Siebo Siuts, Arnd Kriebel, Dirk Neige, Christoph Nolte und Dr. Gerald Snowdon öffentlich ihre eigenen Beispiele von Vorbildern. Ein persönliches Vorbild war ein Mann aus dem Tschad. Der kam zum Studium nach Deutschland, nutzte sein Wissen dann aber nicht dazu, hier wirtschaftlichen Erfolg anzustreben, sondern dazu, es als Professor im Heimatland weiterzugeben, wodurch er seinen eigenen Kindern die Schulbildung ermöglichen konnte. Ein weiteres eigenes Vorbild war ein Familienangehöriger, der, ohne darum gebeten worden zu sein, vom geplanten Hauskauf abriet und somit hohe Folgekosten vermied. Für ihn zähle also ungefragte Hilfsbereitschaft im persönlichen Umkreis.

Christoph Nolte erläuterte, dass der eigene Vater ein Vorbild sein kann, „obwohl ich es zuerst nicht so sehen wollte.“ Die Vorstellung von idealisierten Mustern und Beispielen wurde auch besprochen. Bestimmte Personen- und Berufsgruppen, wie der Gemeindepfarrer, Lehrer oder Schulleiter, seien automatisch Vorbilder in der Gesellschaft. Dann äußerten auch einige andere Kirchgänger ihre Gedanken, was für sie vorbildlich ist. So wurde vor allem Zielstrebigkeit genannt, aber auch weitere Charaktereigenschaften wie Freundlichkeit, Aufrichtigkeit und Bescheidenheit.

In der Not einspringen

Pfarrer Rüdiger Dierks unterstrich, dass es nicht um Perfektionismus oder darum gehe, das Himmelreich zu erreichen. „Es geht lediglich darum, mit einem Blick für seine Nachbarn in der Not einzuspringen und seine Erfahrung zu teilen. Auf diese Weise werden wir alle zu Vorbildern, ob wir es merken oder nicht.“

Begleitet von Klavierimpressionen wurden die kleinen verteilten Karten an Stellwänden befestigt, und der evangelische Posaunenchor spielte für die Gemeinde, bevor das abschließende Vaterunser den Männergottesdienst beendete.

Die Besucher wurden im Anschluss zu weiterem Gespräch, Lesen der persönlichen Vorstellungen an den Stellwänden und zum gemeinsamen Bier eingeladen.

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