17. Tag der erneuerbaren Energien

Wie die Wärme ins Kreishaus kommt

Korbach - „Wir wollen zeigen, was wir können“, sagt Waldeck-Frankenbergs Klimaanpassungsbeauftragte Tanja Müller. Und deswegen lud sie am Samstag gemeinsam mit Familie Rube zum „Tag der erneuerbaren Energien“ ein.

Jedes Jahr am letzten Wochenende im April soll der „Tag der erneuerbaren Energien“ an die Reaktorkatastrophe 1986 in Tschernobyl erinnern. „Es hat sich seit dem viel getan“, stellte Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorff am Samstagmorgen in der Biogasanlage Rube fest. Die Energiewende sei beschlossen und erneuerbare Energie, die durch Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse gewonnen würden, nähmen immer mehr Raum ein. Das gilt auch für Waldeck-Frankenberg. Zum 17. bundesweiten Aktionstag lud Tanja Müller deswegen gemeinsam mit Familie Rube alle Interessierten dazu ein, Spuren der Energiewende vor der eigenen Haustür zu erkunden. Gemeinsam stellten Carsten Rube und Tanja Müller die Fernwärmeleitung von der Biogasanlage ins Kreishaus vor. Mehr als 30 Interessierte folgten dem Weg vom Ellerbruch zum Südring.Der Startschuss fiel in der Biogasanlage, wo Carsten Rube erklärte, wie Speisereste in wertvolle Energie verwandelt werden. Während einer Erlebniswanderung mit drei Stationen folgten die Ausflügler dann der 700 Meter langen Fernwärmeleitung. Ob die Entstehung von Biogas, die Nutzung oder der Wärmetransport: Die Besucher durften während kleiner Experimente den Wert von erneuerbaren Energien selbst entdecken. Im Kreishaus angekommen, erlaubte Tanja Müller den Gästen dann einen Blick hinter die Kulissen – rund 12 000 Euro hat der Kreis im vergangenen Jahr durch die Fernwärme gespart, 330 Tonnen CO2 wurden vermieden und 70 Prozent des Wärmebedarfs im Kreishaus durch die Fernwärme gedeckt. (resa)

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