Vertreterversammlung der Waldecker Bank

Waldecker Bank legt weiter zu

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Erfolgreich gegen den „Enkel-Trick“ (v.l.): Maike Neumeier, Bank-Vorstand Karl Oppermann, Christine Backhauß, Aufsichtsratsvorsitzender Ernst-Joachim Brack und Gregor Mühlhaus vom Weißen Ring, der eine Spende in Höhe von 2000 Euro entgegennimmt.

Korbach - Mit den Magerzinsen kann die Waldecker Bank bislang gut leben: Das heimische Geldinstitut verzeichnet Zuwächse in allen Geschäftsbereichen.

Niedrige Zinsen und ein harter Wettbewerb haben der Bank im Jahr 2014 das Leben schwer gemacht. Dennoch ist Vorstandsmitglied Udo Martin ist zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr: „Wir hatten eine gute, stabile und solide Entwicklung“, sagte Martin bei der Vertreterversammlung am Mittwochabend in der Korbacher Stadthalle.

Der Jahresüberschuss kletterte von 2,916 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,92 Millionen Euro. Noch stärker, nämlich um 5,6 Prozent auf 592 Millionen Euro, wuchs das Geschäft mit Kundeneinlagen. Das Eigenkapitalpolster hat die Bank um 6,4 Prozent auf 80,6 Millionen Euro anwachsen lassen. Martin: „Ein fantastischer Wert. Unsere Vermögenslage ist geordnet.“ Als zusätzliches Standbein hat die Waldecker Bank das Eigengeschäft ausgebaut. Zuletzt bestand dieses Portfolio zum größten Teil aus Wertpapieren und Geldern, die andere Kreditinstitute der Genossenschaftsbank schulden, wie Martin berichtete.

Die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr sind indes verhalten: Bei anhaltenden Niedrigzinsen werde das Jahr zu einer Herausforderung. Nachhaltig verändere die Digitalisierung die Bankenlandschaft, sagte das Vorstandsmitglied. Online- und Selbstbedienungsangebote würden bereits häufiger genutzt als Geschäftsstellen. Gleichzeitig seien die Kosten für die Filialen um ein Vielfaches höher. „Wir setzen aber weiterhin auf beides. Unsere Geschäftspolitik ist nicht darauf ausgerichtet, künftig massiv Geschäftsstellen zu schließen. Aber wir müssen genau hinschauen“, sagte Martin.

Außerdem genehmigten die gut 150 Delegierten in der Stadthalle den Jahresabschluss und die Verwendung des Jahresüberschusses. Gezahlt wird eine Dividende von rund 122000 Euro, das sind neun Prozent des Bilanzgewinnes. Wiedergewählt bei einer Gegenstimme wurden folgende Aufsichtsratmitglieder: Karl-Martin Füllgraf (Bad Arolsen), Reinhold Kalhöfer-Köchling (Diemelsee-Wirmighausen), Klaus-Dieter Paul (Bad Wildungen), Walter Plücker (Waldeck-Alraft) und Jürgen Tent (Korbach).

Bank Vorstand Karl Oppermann und Aufsichtsratsvorsitzender Ernst-Joachim Brack ehrten zu Beginn der Versammlung Maike Neumeier und Christine Backhauß, Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle Mengeringhausen. Beiden war es im vergangenen Jahr gelungen, einen Kunden vor dem „Enkel-Trick“ zu bewahren. Dafür waren sie mit der Kasseler Polizeimedaille ausgezeichnet worden. 2000 Euro gab es außerdem für die Opfer-Organisation „Weißer Ring“.

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