Diemelsee

Waldecker Kanoniere lassen es krachen

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- Diemelsee - Flechtdorf (resa). Ohrenstöpsel sind Pflicht, wenn die Waldecker Kanoniere einmal im Jahr zum großen Manöver zusammenkommen. 19 Gruppen reisten am Samstag in Flechtdorf an.

Ob in Korbach oder Wirmighausen: Ein dumpfes Knallen wehte vom Gelben Stuken bei Flechtdorf aus in alle Himmelsrichtungen. Es erzählte den Menschen in der Stadt und auf den Dörfern vom großen Manöver der Waldecker Kanoniere. Insgesamt 19 Gruppen reisten mit ihren Kanonen im Gepäck an und brachten die Helmscheider Höhe zum Beben. Mit dabei waren die Kanoniere aus Münden ebenso wie aus Rhoden, Landau, Schmillinghausen, Goddelsheim, Itter, Freienhagen, Adorf, Mühlhausen, Korbach, Wirmighausen, Berndorf, Usseln, Kassel, Wrexen, Obermarsberg, Bredelar und Garfeln – und die Gastgeber aus Flechtdorf.

Die eröffneten den Kanonendonner um halb zwölf mit einem lauten Schuss aus dem historischen Rohr. Die anderen Gruppen folgten. Vor allem die regennasse Nacht allerdings hatte wohl der ein oder anderen Kanone zugesetzt, sodass erst beim zweiten Versuch Rauch, Papierschnipsel oder Grießpulver durch die Luft segelten. Eifrig wurden die Kanonen anschließend neu gestopft, denn pünktlich um 16 Uhr stand der Glanzpunkt des Tages auf dem Programm: ein gemeinsamer Schuss, der durch eine elektronische Fernzündung möglich wurde. Spätestens da konnten die Kanoniere und ihre Gäste dann nicht mehr auf Ohrstöpsel verzichten.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 30. August

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