Musikschule lädt zum Adventskonzert in die Nikolaikirche · Besinnliche Töne und brausendes Finale

Warmes Blech in kühlem Gotteshaus

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Korbach - Fünf Ensembles und sechs Einzelkämpfer gestalteten am Donnerstagabend das Adventskonzert der Musikschule.

Schoko-Nikoläuse am Nikolaustag in der Nikolaikirche: Da passte einiges zusammen beim Adventskonzert der Musikschule - auch musikalisch. Zwei Stunden lang zeigten die Ensembles der unterschiedlichsten Arten, welche Töne sie aus Blech- und Holzblasinstrumenten zaubern können.

Den krachendsten Auftritt an diesem sonst eher besinnlichen Abend hatte zweifelsohne das „Samstagmorgen-Nachwuchsorchester“, in dem aber auch etliche erfahrene Spieler zu finden waren. Klassisches wie „O du fröhliche“ hatte ebenso seinen Platz wie das poppige „I believe I can fly“ (R Kelly), das das Finale des Abends bildete.

Doch auch die vorherigen Einlagen wussten zu gefallen; besonders die Einzeldarbietungen auf ihre ganz eigene Art. Als die junge Tessa Hagenbach die Bühne vor dem Altar betrat, war nicht nur der höfliche Knicks professionell. Ihr anspruchsvoll hüpfendes „Rossigolet“ (Johannes Donjon) kontrastierte gut zum eher klassisch angehauchtenen „Ave Maria“, das Jutta Winkler vortrug.

Nicht nur denselben Nachnamen, sondern auch ihr Gespür für Musik teilen Alyssa und Marissa Scharff. Die Nachwuchskünstler wurden bei Leonard Cohens „Hallelujah“ zu einem Klangkörper.

Die Kraft ihrer Stimmbänder stellte Vanessa Leyhe mit dem trällernden „Time to leave“ ebenso unter Beweis wie Nicole Stoppa, die dem gewichtigen „Skyscraper“ Leben einhauchte. Stimmiges Unterfutter kam dabei stets aus dem Piano von Igor Malkeev.

Vier Ensembles beteiligten sich ebenfalls an dem Musikreigen, den Pfarrer Günter Engemann mit einer Kindergeschichte umrahmte, dabei aber nicht ganz den Geschmack des (meist älteren) Publikums zu treffen schien.

Die Bläserklasse aus Goddelsheim (Leitung: Anja Holzkamp, Larissa Niederquell und Rainer Horn) hatte den Auftakt des Konzerts gestaltet. Ihr „Jingle Bells“ passte gut zum „O Tannenbaum“, das das Waldhornensemble unter anderem darbot (Leitung: Musikschulleiter Horn).

Jung- und Altflötisten ergänzten sich bei ihren Auftritten, die sie mit „Hodie Christus natus est“ gemeinsam beendeten. Die Streicher der Musikschule widmeten sich sowohl der fröhlichen Seite Bachs („Bauern­kantate“) als auch dem adventlichen „Vom Himmel hoch, da komm ich her“.

Als Lohn für ihre Auftritte gab es am Nikolaustag nicht nur Applaus aus rund 80 Handpaaren, sondern auch Schokosüßigkeiten - zum Tag passend selbstverständlich in Nikolausform.

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