Schmittlotheim

Ein warmes Feuer und ein guter Witz

+

- Vöhl-Schmittlotheim (resa). Zum besten Witzeerzähler in Hessen kürte der Hessische Rundfunk Donnerstag Nacht den Schmittlotheimer Hans Lingenau. Dass der die Auszeichnung verdient hat, beweist er mit einer Handvoll guter Freunde in geselliger Runde.

Es ist eiskalt. Doch hinter den Fenstern der alten Schmiede in Altenlotheim brennt ein warmes Feuer. Musik klingt durch die Türritzen und wer die Klinke drückt, wird hineingezogen in eine illustre Runde. Eckhard Kuhnhenn spielt Akkordeon, Rolf Freier Gitarre und mittendrin sitzt Hans Lingenau. Hier fühlt er sich wohl, hier kann er sich fallen lassen.

„Hier wird nicht lange diskutiert, nicht gelabert, nicht gestritten“, sagt der Schmittlotheimer, „hier sitzen wir zusammen, singen und scherzen.“ Und vor allem Letzteres liegt Hans Lingenau. Beim Witzwettbewerb des Hessischen Rundfunks hat der Schmittlotheimer den ersten Platz abgeräumt – die Sendung wird am Freitag um 15.20 Uhr gesendet. Und so ist die kleine Schmiede in Altenlotheim irgendwie auch die Wiege seines Erfolgs. „Viele unserer Witze sind hier entstanden“, sagt Hans Lingenau und noch bevor er den Satz beenden kann, beginnt Eckhard Kuhnhenn mit einer Melodie auf dem Akkordeon. Und was ein echter Freund ist, der stimmt mit ein: „Ein Prooosit, ein Prooosit, der Gemütlichkeit“.

Den Liedtext nimmt die illustre Männerrunde bierernst und so wird der Schnaps im Pappbecher nachgefüllt, der Glühwein über dem Feuer aufgewärmt und zum nächsten Schwank angesetzt. Kumpel­ Rolf Freier setzt zum Klassiker „Über den Wolken“ auf Schwäbisch an und Karl Schüttler wirft schmunzelnd eine nicht ganz ernst gemeinte Frage ein.

Woher er das Talent zum Witzeerzählen hat? „Mein Mentor ist immer Karl Schüttler gewesen“, sagt Hans Lingenau. Und wenn man die beiden Männer, der eine aus Schmittlotheim, der andere aus Eppe, eine Weile beobachtet, fällt schnell auf: Die beiden werfen sich die Bälle nur so zu. Sie erfinden gemeinsam Witze, bauen sie aus, lachen lautstark darüber.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 31. Dezember.

Kommentare