Rose zum Abschied · Berufliches Gymnasium entlässt 85 Abiturienten

„Was muss das für ein Gefühl sein...“

Korbach - Sie haben es geschafft. Sie sind, wie sie es im selbst gewählten Jahrgangsmotto betonen, „absolut fertig“: 85 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums nahmen gestern ihre Abiturzeugnisse in Empfang.

„Was muss das für ein Gefühl sein...“ Schulleiter Werner Schmal verdeutlichte gleich zu Beginn der feierlichen Verabschiedung in der Korbacher Stadthalle, welcher Stellenwert diesem Vormittag beizumessen ist. Und auch wenn am Ende nicht alle mit einer 1 vor dem Komma abschließen konnten, „mit dem Abitur habt ihr den höchsten Schulabschluss erreicht, der in Deutschland zu erreichen ist“, ergänzte Schmals Stellvertreter Uwe Schönrock in seinem Schlusswort.

„Strebsam, aber lustig“

Dazwischen lagen mehr als zwei Stunden Programm, in dem der Schulleiter in seiner Festrede die auffälligsten Eigenschaften der 85 Absolventen auflistete: Sie seien „strebsam, aber lustig“, „sonnige Gemüter“ und würden „ihre Kräfte zielgerichtet einsetzen, aber nicht übertreiben“. Den Eltern gab er ein Zitat des fränkischen Schriftstellers Jean Paul (1763 bis 1825) mit auf den Weg: „Kinder sind wie Uhren; man muss sie nicht nur aufziehen, sondern auch laufen lassen“.

Schmal nutzte die Gelegenheit, auf das zehnjährige Bestehen des Beruflichen Gymnasiums als Zweig der insgesamt 2600 Schüler zählenden Beruflichen Schulen Korbach-Bad Arolsen hinzuweisen: „Die Erfolge der Absolventen und die steigenden Schülerzahlen bestätigen unser Konzept und unsere Arbeitsweise.“ Technik, Wirtschaft und Gesundheit bilden die Schwerpunkte des Unterrichts.

Bürgermeister Klaus Friedrich gratulierte „auf das Herzlichste“ den Absolventen, die zuvor zu eigens ausgewählten Musikstücken kursweise in den Saal eingezogen waren. Er wünschte ihnen einen „optimalen Start in den nächsten Lebensabschnitt“.

„Rocken die Zukunft“

Waltraud Schäfer brachte in ihrer Abschiedsrede den Schülern des 2013er-Jahrgangs das Erfolgsgeheimnis der Hausmärchen nahe, die Jacob und Wilhelm Grimm gesammelt und veröffentlicht hatten. Die Oberstudienrätin erklärte unterhaltsam die pädagogischen Effekte der Erzählungen, in denen „das Mögliche das Wirkliche korrigiert“. In weitem, aber nachvollziehbarem Bogen landete sie schließlich im „Zeitalter der gewollten Entscheidungsabstinenz“ mit sozialen Netzwerken und einem digitalen Ich als ständiger Vertretung.

„Lehrer sind auch nur Menschen“: Tim Vollbracht widmete sich zwar mit Nachsicht, aber durchaus gekonnt ironisch den „lieben, herzensguten“ Begleitern seiner Schulzeit. Oft sei er froh gewesen, „heil aus dem Unterricht herausgekommen zu sein“, bekannte der Abiturient in seiner Rede aus der Schülerperspektive. Seitenhiebe auf den gymnasialen Mitbewerber im Schulzentrum an der Kasseler Straße wurden von den Mitschülern ebenso mit Beifall bedacht wie seine Ankündigung: „Wir werden die Zukunft schon rocken!“ (tk)

Folgende Schülerinnen und Schüler haben ihr Abitur gebaut: Aniela Arnold, Henrietta Bauer, Fabian Ludwig Behlen, Nils Behlen, Marlene Berens, Fabian Berg, Marvin Biechler, Vanessa Pamela Binzer, Christian Böhmeke, Daniel Sebastian Bohne, Kristof Merten Brand, Franziska Dehn, Nicolas Andrea Dietz, Milena Dubbert, Johannes Eifler, Johanna Emde, Svea Figge, Jonas Fischer, Jennifer Flach, Michael Garden, Maximilian Gerbracht, Aaron Grahl, Theresa Grebe, Julienne Gruner, Alexander Halt, Philipp Hansen, Maximilian Heimbuchner, Anneke Heine, Carina Saskia Hellwig, Pascal Herbold, Fabienne Hetzler, Maria Holstein, Leonie Illian, Dominik Imöhl, Jessica Kirner, Thomas Klassen, Katarzyna Kliem, Alex Knaub, Patricia Knoche, Jonas König, Christoph Kramer, Johanna Krause, Renée Kreijkes, Luisa Krenzke, Daniel-Lucas Kunzemann, Joss Mirko Lattner, Christoph Lippe, Maximilian Hendrik Christian Lötzer, Alexander Lüders, Lukas Möde, Dominik Müller, Hendrik Müller, Nadine Nasemann, Stephan Naumann, Anna-Lena Paulekuhn, Hendrik Plücker, Veronika Heidi Przygodda, Marius Py, Franziska Rampelt, Lucca Annamaria Reifferscheidt, Kevin Reppert, Lena Rothe, Clara Ruf, Marius Ruhwedel, Sebastian Salokat, Nils Schapeler, Irina Schwarz, Freddie Sommer, Friederike Stecher, Lukas Steck, Claudia Stekelenburg, Marvin Strube, Pascal Sude, Selina Trachte, Vanessa Trautmann, Tim Vollbracht, Isabelle Weber, Vanessa Weber, Anna-Lena Weidemann, Noreen Weinreich, Igor Weiz, Martin Wiesemann, Max Wiesemann, Kevin Wolf, Christian Zimmermann

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