Aus dem Club für Rocklegenden soll wieder eine dauerhafte Diskothek werden

Wechsel in der Kulturfabrik

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Die „Frisco-Partys“ waren stets magische Momente in der „Kulturfabrik“. Nach der Sommerpause folgt ein neuer Pächter.Foto: Kleine

Korbach - Zweieinhalb Jahre war die „Kulturfabrik“ ein Treffpunkt für internationale Rocklegenden. Am Wochenende folgt die nächste Zäsur. Mit Pächterwechsel und neuem Konzept soll es nach einer Sommerpause weitergehen.

Von „Animals“ über Martin Turners „Wishbone Ash“ bis „Simple Minds“ gaben sich seit Herbst 2009 Legenden der Rockmusik quasi die Klinke in die Hand. Der Bad Wildunger Uwe Konrad wollte es noch mal wissen in seinem ehemaligen „Downtown“.

In den 80er-Jahren war die Diskothek in der Korbacher Altstadt ein wahres Zugpferd für junge Leute. Dann brannte das Gebäude unterhalb des Tylenturms ab, Konrad siedelte 1990 mit einer völlig neuen Disco an die Briloner Landstraße aus.

Die Disco brummte, auch weil als besondere Glanzlichter viele Live-Konzerte lockten - ob die Hartmetaller von „Axxis“ oder die Band „Saga“ mit symphonischem Rocksound.

Bis 2000 war das „Downtown“ präsent, danach folgten Jahre mit Leerstand, Pächterwechsel und Niedergang. 2009 hauchte Konrad unter der Flagge „Kulturfabrik“ dem alten „Downtown“ neues Leben ein. Neben einer Fülle an Live-Konzerten wurde die „Kulturfabrik“ ebenso Hort für die legendären Korbacher „Frisco-Partys“. So zog die „Kulturfabrik“ just auch solche Gäste an, die als typische „Frisco-Gänger“ früher das „Downtown“ eher verschmähten.

Pächter aus Westfalen

Zuletzt führte Uwe Konrad gemeinsam mit Jörg Wahab die „Kulturfabrik“. Beide kennen sich bereits aus alten Downtown-Zeiten. Im Frühjahr 2012 war im Club an der Briloner Landstraße auch erstmals der Wettbewerb „Hessen rockt“ auf Tournee - präsentiert von der Frankfurter Rundschau und der Waldeckischen Landeszeitung. Die Frankfurter hatten großen Gefallen am Club gefunden.

Doch am kommenden Samstag folgt der nächste Einschnitt in der „Kulturfabrik“, bestätigt Patrick Böttcher. Er zeichnete seit 2009 als Eventmanager für die Konzerte verantwortlich. Nach der Rocknacht mit den heimischen Bands „Streetlife“ und „Hazeomatic“, einer Formation von „Firecake“ aus Edertal und Bad Wildungen, soll eine „Sommerpause“ folgen, erklärt Böttcher.

Im Hintergrund laufen Gespräche mit einem neuen Pächter aus Recklinghausen, der die „Kulturfabrik“ mit verändertem Konzept weiterführen wolle. Wie eine Diskothek soll der Club offenbar wieder regelmäßig an Wochenenden geöffnet sein.

Uwe Konrad bleibe dabei Eigentümer der „Kulturfabrik“ in Korbach, konzentriere sich aber künftig auf seine Unternehmen in Bad Wildungen, schildert Böttcher.

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