20 Jahre Familienzentrum „Kreisel“ ·

Wegweisendes Konzept weiterentwickeln

Das gefällt den Kindern: ein Mann auf Stelzen gestaltet Figuren aus Luftballons. Zum Festprogramm gehörten außerdem ein Märchenerzähler, Musik und Tanz.

Korbach - Das Familienzentrum „Kreisel“ besteht seit 20 Jahren. Aus diesem Anlass wurde ein sommerliches Geburtstagsfest gefeiert.

Viele der Eltern und Kinder kamen mit Verwandten und Freunden ins Familienzentrum am Mühlweg. Auch Bürgermeister Klaus Friedrich gratulierte zum 20. Geburtstag, zeichnete kurz die Entwicklung der Kindertagesstätte aus der Sicht der Stadt Korbach nach und wünschte viel Erfolg für die Zukunft. Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf würdigte die Einrichtung ganz besonders wegen ihrer flexiblen Öffnungszeiten, was bei der Gründung vor 20 Jahren bahnbrechend gewesen sei. Die Vorsitzende des Vereins, Brigitte Jehdinger, und die Erzieherin und Teamleiterin Nicole Schreckenberg erinnerten an die Entstehung der Kindertagesstätte, blickten aber dann in erster Linie nach vorn: Engagiert und mit wegweisendem Konzept, wie es damals begann, soll es beim Kreisel nun auch in den kommenden 20 Jahren weitergehen.

Im Anschluss musizierte zur Freude der anwesenden Eltern eine Gruppe Kindergartenkinder mit einfachen Instrumenten unter der Leitung von Musiklehrerin Xenia Kautz. Die Bauchtanzgruppe „Kalima“ zeigte ihr Können, und in einem nach „1000 und eine Nacht“ anmutenden Zelt las der Märchenerzähler Bruno Pelz unter anderem das Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ vor. Damit lockte er nicht allein die Kleinen an. Auf einer Stellwand mit Fotos konnte der interessierte Besucher die Entwicklung der Kindertagesstätte bis in die neunziger Jahre nachvollziehen. Selbstgemachte Konfitüren und Säfte verkauften die Erzieherinnen an einem Marktstand, und vieles andere mehr gab es an diesem Tag hier zu erleben. Natürlich war auch für das leibliche Wohl mit Kaffee, Kuchen, Gegrilltem und kalten Getränken bestens gesorgt.

Die Kindertagesstätte umfasst zwei Gruppen und erfreut sich seit 20 Jahren in Korbach und Umgebung großer Beliebtheit. Das Besondere: Sie nimmt bereits Kinder im Alter von 12 Monaten auf und hat keine starren Betreuungszeiten. So ist beispielsweise die Betreuung eines Kindes für lediglich zwei oder drei Stunden täglich möglich, und finanziell entsprechend günstiger als die Vollzeitbetreuung. „15 Stunden pro Woche sind allerdings Minimum“, informiert Brigitte Jehdinger, die Vorsitzende des Vereins. Auch bietet der Kindergarten verschiedene, über das übliche pädagogische Konzept hinausgehende Lernmöglichkeiten an, die sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren. Ehrenamtlich mitarbeitende Kräfte helfen, diese Projekte durchzuführen. So werden beispielsweise, entsprechend dem Alter der Kinder, mathematische Grundlagen erarbeitet. Es existiert ein besonderer Ort zum Malen, wo Kinder großflächig und frei malen können, ohne dass eine Erzieherin korrigierend eingreift, es gibt spezielle „Waldtage“ in der Natur und vieles andere mehr. (rw)

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