Lichtenfels: Brandschützer rückten im vergangenen Jahr 13-mal aus

Wehren nur noch halb so oft im Einsatz

Lichtenfels - Die Lichtenfelser Feuerwehren mussten 2011 nur halb so oft ausrücken wie im Jahr zuvor. Insgesamt 13-mal war die Hilfe der Brandschützer gefragt.

Fünfmal hatte es gebrannt, acht mal mussten die Wehrleute technische Hilfe leisten. „Großeinsätze waren im letzten Jahr nicht zu verzeichnen“, sagte Stadtbrandinspektor Herbert Knipp bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Lichtenfelser Wehren am Freitag in Sachsenberg. Gefordert waren die Brandschützer etwa im April bei einem brennenden wilden Mülllager in Sachsenberg. Im Einsatz waren die Wehrleute auch bei einem Motorradunfall mit einem Toten bei Fürstenberg im Juni. Hinzu kamen Brandsicherheitsdienste beim Skispringen in Willingen, Autocross in Sachsenberg sowie die Absicherung bei Schützenfesten, Märkten und den St.-Martins-Umzügen. Die Lichtenfelser nahmen außerdem an 52 Lehrgängen teil. In den Einsatzabteilungen sind über 200 Feuerwehrleute aktiv. Knapp 600 Stunden investierten die fünf Jugendwarte und elf Betreuer in die Nachwuchsarbeit. 33 Jungen und 22 Mädchen sind laut Statistik von Stadtjugendfeuerwehrwart Steffen Saßmannshausen in den Lichtenfelser Jugendfeuerwehren organisiert. Auf dem Programm der Jugendlichen stehen unter anderem Zeltlager und Wettkämpfe. Bürgermeister Uwe Steuber kündigte an, dass ein neues Fahrzeug für die Wehr aus Münden noch in diesem Jahr angeschafft werden könne. Das neue Löschfahrzeug LF 10-6 für Goddelsheim stehe indes noch auf der Warteliste. Mit der goldenen Ehrennadel der Stadt Lichtenfels zeichnete Steuber Klaus Debus aus. Von 1991 bis 2003 war Debus Wehrführer in Rhadern, seit 1998 ist er stellvertretender Stadtbrandinspektor. Von 1997 bis 2011 war er außerdem im Ortsbeirat engagiert, seit 2006 sitzt er in der Stadtverordnetenversammlung. Die silberne Ehrennadel der Stadt erhielt Herbert Knipp. Er ist seit 1998 Stadtbrandinspektor. Von 1996 bis 2007 war er stellvertretender Ortsvorsteher in Fürstenberg, seit 2007 ist er Ortsvorsteher. Mit dem goldenen Brandschutzehrenzeichen am Band für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Dieter Schnatz (Rhadern), Werner Vesper (Münden) und Manfred Stracke (Goddelsheim) ausgezeichnet. Das silberne Brandschutzehrenzeichen am Band für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten Frank Frieß, Andreas Willer (beide Münden) und Thomas Ewe (Sachsenberg). Eine Prämie des Landes Hessen erhielten außerdem für 40 Jahre in der Einsatzabteilung Gerhard Vesper, Wilfried Schütz, Dieter Schnatz und Ralf Steinbrink. Für 30 Jahre: Rainer Hunek und Karl Vesper. Für 20 Jahre: Heiko Kesting und Michael Specht. Für zehn Jahre: Martin Kelling, Thomas Stracke und Marc Wittekind. Grüße richteten Jürgen Querl vom Kreisfeuerwehrverband und der stellvertretender Kreisbrandinspektor Horst Benner-Hensel aus. Einen Vortrag zum Thema Atemschutz hielt Erich Heide aus Korbach.

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