Korbach

Weichen für berufliche Zukunft stellen

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- Korbach (tt). Menschen mit Behinderung bei der Planung für die berufliche Zukunft helfen: Das ist eines der Ziele des Lebenshilfe-Werkes Waldeck-Frankenberg. Für eine individuelle Betreuung wurde das „StellWerk“ eröffnet.

Einen Berufsbildungsbereich für psychisch und körperlich Benachteiligte gab es beim Lebenshilfe-Werk in Waldeck-Frankenberg (LHW) auch früher schon. Doch mit der Ausgliederung aus der Werkstatt heraus in ein eigenes Gebäude in der Pyritzer Straße in Korbach werden die Möglichkeiten für Mitarbeiter und Teilnehmer erweitert.

Mit dem „StellWerk“, das im September eröffnete, wird das Lebenshilfe-Werk gleichzeitig erweiterten Anforderungen der Agentur für Arbeit gerecht. Zurzeit nehmen 24 behinderte Menschen an der Berufsbildungsmaßnahme teil. In den ersten drei Monaten werden diagnostische Tests durchgeführt, welche die Teilnehmer zum Beispiel auf motorische Fähigkeiten, aber auch Lese- und Mathematikkenntnisse testen.

So können, in Absprache mit den Teilnehmern und Leistungsträgern wie Agentur für Arbeit oder Rentenversicherung, individuelle Bildungsziele gefunden werden. „Wir können jetzt berufsfeldorientierter arbeiten“, erklärt die Einrichtungsleitern der Korbacher Werkstätten und des „StellWerks“, Kirsten Hille. Wer gerne mit Holz arbeiten wolle, müsse jetzt nicht mehr an Nähkursen teilnehmen. Das sei vorher nicht so einfach gewesen. „Der Bereich ist nun klarer definiert“, so Hille.

Auf die Tests folgt eine ein- bis zweijährige Berufsbildungsphase. Im „StellWerk“ geht es dabei eher theoretisch zu. An zwei Tagen in der Woche werden Module wie Arbeitsrecht, Belastbarkeit und Umgang mit Kritik an der Arbeit angeboten. „Einen festen Stundenplan gibt es nicht, da so mehr Platz für die persönliche Betreuung bleibt“, erläutert Heike Becker vom sozialen Dienst. Zusammen mit zwei Bildungsbegleiterinnen betreut sie die Teilnehmer.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 9. Dezember.

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