Willingen

Weißer Teppich für Skifahrer ausgerollt - Video

- Willingen (nv). Wintervergnügen in der (Vor-) Weihnachtszeit ist in Willingen garantiert: Morgen startet die Skisaison. Um Skisportlern perfekte Bedingungen zu bieten, laufen die Vorbereitungen auf den Pisten und in den Skiverleihen seit Wochen auf Hochtouren.

Der Geruch nach frischem Wachs liegt in der Luft und kündet vom Beginn der Skisaison in den tief verschneiten Uplandbergen. Für alpine Romantik haben Diddi Siepen (Willingen) und Siggi Wolf (Korbach) in diesen Tagen jedoch keine Zeit. Für die Mitarbeiter des Willinger Ski- und Snowboardverleihs „Wiwa“ gehört der Geruch zum Arbeitsalltag. Im Skikeller am Fuße des Ritzhagenlifts bringen die beiden Tag für Tag die Bretter in Schwung, die für Wintersportfreunde die Welt bedeuten.

„In der vergangenen Saison haben wir unseren Skiservice rund 1000 Mal durchgeführt“, berichtet Chef Matthias Wilke mit Blick auf Leihski sowie private Ausrüstungen. Da die Saison in diesem Jahr zwei Wochen früher beginnt als 2009/2010, rechnet der Willinger mit einem guten Geschäft. Stolz ist Wilke darauf, dass er als einziger Verleiher eine eigene Maschine besitzt, mit der seine Mitarbeiter nicht nur Ski, sondern auch Snowboards präparieren können. Zum Service gehören dabei das Schleifen der Kanten und das Ausbessern des Belags.

„Nach 12 bis 14 Skitagen sollten die Ski einmal durchgeschaut werden“, rät Wilke. Der kompakte Kunstschnee sorge beispielsweise dafür, dass die Kanten schneller rund gefahren seien. Ein weiteres Muss vor der ersten Abfahrt: Die Einstellung der Bindung überprüfen, damit der Ski bei einem Sturz auslöst.

Damit der erste Skitag im Skigebiet Willingen zu einem großen Skispaß wird, waren in den vergangenen Monaten vor allem die Skiliftbetreiber gefragt. „Wir haben Mitte September begonnen, die Weidezäune abzubauen, die Pistenränder frei zu schneiden und Steine aus den Hängen zu lesen“, berichtet Jörg Wilke, Geschäftsführer der Ettelsberg-Seilbahn. Anschließend seien im Skigebiet Schneezäune gesetzt und alle Maschinen getestet worden. Ob Pistenwalzen, Schneekanonen oder Flutlichtschweinwerfer – alles nahmen die Mitarbeiter der Liftgesellschaften unter die Lupe. „Darüber hinaus haben wir die Wasserleitung für die künstliche Beschneiung geflutet.“

Kunstschnee produzieren die Upländer seit Donnerstag vergangener Woche. „In Willingen haben wir bislang rund 130 000 Kubikmeter hergestellt“, erläutert Wilke mit Blick auf die 74 Kanonen und Lanzen, die das künstliche Weiß Tag und Nacht auf die Pisten schießen. Zum Vergleich: Für die Ausrichtung des Weltcup-Skispringens stellen die Willinger laut Wilke rund 4000 Kubikmeter Schnee her. Zum Saisonstart rechnen Wilke und seine Kollegen mit einer „kompakten Schneedecke von einem halben Meter“.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 3. Dezember.

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