Willinger Haupt- und Finanzausschuss stimmt Etat zu

Weniger Gäste und Übernachtungen

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Willingen ist reizvoll zu jeder Jahreszeit. Doch kam es im vergangenen Jahr in der Uplandgemeinde insbesondere in den Sommermonaten zu einem deutlichen Rückgang der Gäste- und Übernachtungszahlen.

Willingen. - Deutliche Rückgänge hat es im vergangenen Jahr bei den Gäste- und Übernachtungszahlen im Upland gegeben, insbesondere in der warmen Jahreszeit.

Bisher liegen die statistischen Zahlen bis einschließlich November 2012 vor. Danach wurden in den Betrieben ab neun Betten in den ersten elf Monaten 902 968 Übernachtungen gezählt, während es im Vergleichszeitraum des Vorjahrs über 950 000 waren. Ähnlich sieht es bei den Gästeankünften aus: knapp 328 000 in den Monaten Januar bis November 2011, jedoch nur 312 622 in den entsprechenden Monaten des Jahres 2012.

Das Thema kam am Dienstag im Rahmen der Haushaltsberatungen im Haupt- und Finanzausschuss zur Sprache. Wie der Leiter der Tourist-Information, Ernst Kesper, auf Anfrage von Karl-Wilhelm Schweinsberg (SPD/Willingen) berichtete, rechnet er 2012 bei den Übernachtungszahlen insgesamt mit einem Rückgang von vier bis fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, also mit rund 40 000 bis 50 000 Übernachtungen weniger als 2011.

Bedingt durch unterschiedliche Witterungsbedingungen und den Termin des Weltcup-Skispringens kam es im Januar und Februar zu Verschiebungen der Zahlen. Insgesamt wurden in den beiden Monaten 2011 195 306 Übernachtungen erzielt; 2012 waren es im gleichen Zeitraum 206 004 Übernachtungen. Die Monate März und April zeigten ihr übliches Belegungsbild. „Der Mai legte zu wenig zu, der Juni verlor zu stark“, erklärte Kesper gestern auf Nachfrage der WLZ. So gab es im Juni gegenüber dem Vorjahr bei den Übernachtungszahlen einen Einbruch von 17 778 Übernachtungen (-19,2 Prozent). Im Juli sank die Übernachtungszahl von 93 534 auf 86 763 (-7,2 Prozent) und im August von 110 955 auf 92 039 (-17,04 Prozent). Im September gab es ein Minus von 3,9, im Oktober ein Minus von 5,95 Prozent. Im November wurde ein leichtes Plus (1,52 Prozent) verzeichnet. Der Tourismus-Manager wartet nun gespannt auf die Dezember-Zahlen, die im kommenden Monat vorgelegt werden. - Im Haushaltsentwurf 2013 sind die Einnahmen aus der Fremdenverkehrsabgabe mit 1220000 Euro veranschlagt. Diese Summe orientiert sich an den Ist-Zahlen des vergangenen Jahres.

Da sowohl Ausschussvorsitzende Marion Kesper als auch Bürgermeister Thomas Trachte erkrankt waren, waren am Dienstag die Stellvertreter - Hermann Bäringhausen und 1. Beigeordneter Manfred Stremme - gefragt. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses schnitten bei der Beratung des Haushalts, über den wir bereits anlässlich der Vorlage ausführlich berichteten, eine Vielzahl von Punkten an. Das Gremium empfiehlt der Gemeindevertretung einmütig, sowohl dem Etat als auch dem Investitionsprogramm 2012 bis 2016, dem Wirtschaftsplan des Kurbetriebs und dem Haushaltskonsolidierungskonzept zuzustimmen. Das Parlament tagt am 5. Februar in Usseln (19.30 Uhr, Diemelsaal).

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