Rückläufige Zahlen in Winter und Sommer, Plus in Frühjahr und Herbst

Weniger Übernachtungen

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Im Augenblick herrschen in Willingen gute Wintersportbedingungen. Das freut Gäste und Gastgeber gleichermaßen. Foto: Ulrike Schiefner

Willingen - Die aktuellen touristischen Zahlen für 2014 liegen vor. In der Uplandgemeinde wurden im vergangenen Jahr 979461 Übernachtungen erzielt; das sind 2,3 Prozent weniger als 2013. Die Zahl der Gäste-Ankünfte belief sich auf 349375 (-1,3 Prozent).

In die offizielle Statistik fließen nur Betriebe ab zehn Betten ein. Wie der Leiter der Tourist-Information, Ernst Kesper, gestern auf Anfrage der Waldeckischen Landeszeitung erklärte, belaufen sich die Übernachtungszahlen unter Einbeziehung der kleineren Betriebe auf rund 1,2 Millionen.

Insgesamt zufrieden

Trotz des Rückgangs aufgrund teilweise widriger Witterungsbedingungen zeigt sich Kesper insgesamt zufrieden mit den Zahlen. Er verweist darauf, dass es im milden Winter 2013/2014 nur wenig Schnee gab. Infolgedessen gingen die Übernachtungszahlen von Dezember bis März gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012/2013 um etwa 39000 zurück. Das Frühjahr brachte einen Aufwärtstrend und die Übernachtungen legten gut zu. Das weitgehend schlechte Wetter im Sommer und die Fußballweltmeisterschaft drückten die Zahlen um rund 10000 Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr nach unten. Die Monate September, Oktober und November überzeugten mit einem satten Plus. Das schöne Herbstwetter und zahlreiche Events sorgten für eine Steigerung um rund 14000 Übernachtungen.

Die Strategie, die Uplandgemeinde als Ganzjahresstandort zu etablieren, ist aus Kespers Sicht erfolgreich. „Wir haben herausragende und weit über die Grenzen Willingens bekannte Großveranstaltungen“, betont er und verweist auf das Weltcup-Skispringen, die Wander-Events, das Bike-Festival und die Schlager-Festivals.

Viersaison-Standort

„Willingen bietet seinen Gästen das ganze Jahr über Top-Veranstaltungen und das wird auch in Zukunft unser Ziel sein. Als Viersaison-Mittelgebirgsstandort können wir uns mit überzeugenden Alleinstellungsmerkmalen im strengen Wettbewerb gut behaupten.“

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb 2014 im Vergleich zum Vorjahr in den meisten Monaten ungefähr gleich mit einem geringen Abwärtstrend in den Winter- und Sommermonaten. Im Frühjahr und Herbst hingegen verlängerte sich die Aufenthaltsdauer sogar leicht. Insgesamt lag sie bei 2,8 Tagen.(r)

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