13. Drachenbootrennen lockt viele Mannschaften und Zuschauer an den Edersee nach Asel-Süd

Wenn Drachen schwimmen gehen / Bildergalerie

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Vöhl-Asel-Süd - Sie schwitzten und brüllten, stießen die Paddel im Takt ins Wasser und zogen sie wieder raus. Beim 13. Drachenbootrennen auf dem Edersee gaben am Sonntag 14 Teams ihr Bestes. Das honorierten zahlreiche Zuschauer.

Zum zweiten Mal in Folge fand das Drachenbootrennen in Asel-Süd statt, wer am Sonntag einen Parkplatz suchte, musste Geduld mitbringen. Das Ereignis zog zahlreiche Zuschauer und Fans der teilnehmenden Mannschaften an den Edersee. Im Verlauf des Wochenendes seien rund 1500 Zuschauer auf dem Gelände des Campingplatzes gewesen, so die Schätzungen von Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee-Touristic.

Und die bekamen einiges geboten. In der Königsdisziplin am Sonntag über 250 Meter starteten 14 Mannschaften, angereist aus Berlin, Frankfurt oder Gießen. Aber auch heimische Vertreter waren wieder am Start, und wie schon im vergangenen Jahr sicherten sich die Männer und Frauen vom Willinger Brauhaus den letzten Platz. Doch beim Drachenbootrennen sind für die meisten Teilnehmer Platzierungen nebensächlich, dabei sein und Spaß haben lautet das Motto.

So zum Beispiel auch beim Team Fischkutter Ittertal. Jedes Jahr überzeugen sie mit ausgefallenen Kostümen und lustigen Darbietungen. In diesem Jahr waren die Itteraner verkleidet als Meeresnixen, Wassergott Neptun oder Kapitän. So sicherten sie sich zum wiederholten Mal den Preis für das beste Kostüm und die beste Darstellung. Im Publikumsentscheid lagen sie knapp vor den Bauarbeitern aus Allendorf. Bei der Meisterschaft am Sonntag reichte es für den neunten Platz.

Veranstaltet wurde das Rennen vom Wassersportverein Schierstein aus der Nähe von Wiesbaden. Der Verein stellte Zielrichter und auch Steuermänner in den Booten. Die 20 Ruderer und die Taktgeber an der Trommel kamen aus den Mannschaften selbst.

Und von diesen waren die „Wilden Hassianer“ die Besten. Als einzige unterboten sie die Marke von einer Minute und hatten fast zwei Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte „Fuldalokomotive“. Am Sonntagvormittag starteten die 14 Mannschaften mit den Qualifikationsläufen, Nachmittags traten dann pro Lauf drei bis vier Mannschaften gegeneinander an und ermittelten die Plätze. Im 1000-Meter-Rennen am Samstag, an dem neun Wassersportmannschaften teilnahmen, ruderte die „Fuldalokomotive“ auf Platz eins.

Das Drachenbootrennen nutzten viele Radler der Eder-Bike-Tour für einen Zwischenstopp. In Asel-Süd erwartete sie neben sportlichem Wettkampf auch brasilianisches Flair. Die „Sambistas“ aus Volkmarsen sorgten am Seeufer mit ihren Trommeln für rhythmische Klänge und zeigten den Ruderern, was es bedeutet, Taktgefühl zu haben. Veranstalter und Teams waren mit dem Wochenende rundum zufrieden, so dass einige bereits ihr Wiederkommen für 2013 ankündigten.(tt)

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