Feuerwehren aus Rhenegge und Sudeck erhalten 30000 Euro für Zusammenschluss

„Werden sich gut verstehen“

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Kurz nach ihrem Zusammenschluss empfangen die Feuerwehrleute aus Rhenegge und Sudeck Manfred Hankel, Volker Becker, Walter Lübcke (1.,2. u. 4. v. l.) und Gerhard Biederbick (r.) – sowie 30 000 Euro, um die Fusion zu unterstützen.Foto: Wilhelm Figge

Diemelsee-Rhenegge/Sudeck - Seit dem 1. März bilden die Feuerwehren Rhenegge und Sudeck eine gemeinsame Einsatzabteilung. Der Tenor bei den Beteiligten ist, das Fusionen die Ausnahme bilden sollten - eine solche in diesem Fall aber notwendig und zukunftsträchtig sei.

„Eigentlich ist die Prämisse, die Feuerwehr in jedem Ort zu halten. Und das sollte auch künftig das Ziel sein“, betont Bürgermeister Volker Becker im Hinblick auf die Zusammenlegung der Einsatzabteilungen der Feuerwehren Rhenegge und Sudeck. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke pflichtet ihm bei: „Das ist eine Ausnahme.“ Dass beide Wehren voll hinter der Fusion ständen, mache sie akzeptabel. Als Vorsitzender einer Feuerwehr wisse er, dass der Zusammenschluss ein schwieriger Schritt sei.

Fördermittel sollen im Feuerwehrhaus Platz für Sudecker schaffen

Der Regierungspräsident überreicht vor versammelter Mannschaft einen Förderbescheid über 30000 Euro. Gemeindebrandinspektor Karl-Wilhelm Römer erklärt, dass dies keine Belohnung für den Zusammenschluss sei, sondern die Kosten der Fusion decke: Mit knapp 15000 Euro veranschlagt er den Umbau des Feuerwehrhauses in Rhenegge, damit die fünf Kameraden aus dem Nachbarort Platz finden.

Zudem sei durch die in Sudeck entstandene Lücke eine Umstrukturierung des Fuhrparks nötig. Im dortigen Feuerwehrhaus bleibt ein Mannschaftstransportwagen stationiert, um den Brandschützern den Weg ins zwei Kilometer entfernte Rhenegge zu erleichtern. Ein großes Problem sollte die räumliche Trennung nicht darstellen, erklärt Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick: „Diese Strecke bis zum Feuerwehrhaus müssen in Korbach jetzt schon einige Kameraden zurücklegen.“

Mit dem Zusammenschluss soll die Feuerwehr jederzeit auf Notfälle reagieren können, erklärt Volker Becker: Berufsbedingt können tagsüber nur drei der Sudecker ausrücken. „Über die Jahre ist es auch schwierig geworden, Übungsstunden zu leisten“, nennt Sudecks Ortsvorsteher Martin Biederbick ein weiteres Problem.

Gerhard Biederbick stimmt zu: „Es ist schade, wenn zu wenig Feuerwehrleute für spannende Übungen da sind.“ Letztlich treibe sie das in die Flucht. Dass die knapp 25 Brandschützer nun in Zugstärke üben könnten, stimme ihn optimistisch für die Zukunft.

Höhere Anzahl an Feuerwehrleuten lässt auf spannendere Übungen hoffen

Die Hoffnung, dass die Fusion auch Kinder und Jugendliche zum Eintritt ermuntere, äußerten der Rhenegger Ortsvorsteher Heinz Peter Schlüter und Manfred Hankel, Vorsitzender des Kreisfeuerverbands. Die bisherige Zusammenarbeit mit der Giebringhäuser Jugendfeuerwehr bleibt von der Fusion zunächst unberührt. Nach der Übergabe feiern die Feuerwehrleute ihren Zusammenschluss. „Die Kameraden werden sich gut verstehen“, sagt Heinz Peter Schlüter voraus.

Von Wilhelm Figge

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