Korbach

Werkhof in neue Räume umgezogen

- Korbach.Doppelten Grund zum Feiern hatten die Mitarbeiter und Unterstützer des Korbacher Werkhofes. Am Freitag feierten sie 15-jähriges Bestehen und den Umzug in neue Räume bei der Briloner Landstraße.

chon von weitem zeigen die bunten Luftballons, die sich am Zaun entlanghangeln, dass es an der Kuhbach 3 (gegenüber von Farben Schneider) etwas zu feiern gibt. Der „Werkhof“ ist umgezogen, hat in der ehemaligen Halle eines großen Logistikers eine neue und dauerhafte Bleibe gefunden. Auf 1500 Quadratmetern finden der Eingangsbereich, die Möbelhalle, die Holzverarbeitung und die Verwaltung künftig Platz. Möbel, die ihre Besitzer nicht mehr benötigen, die aber für den Sperrmüll zu schade sind, werden hier ebenso angepriesen wie alte Schallplatten, allerhand Hausrat und kleiner „Tinnef“. Der Werkhof hatte umziehen müssen, weil der Eigentümer der Halle an der Frankenberger Straße eine neue Verwendung für sein Grundstück geplant hatte. Die Suche nach einer Alternative gestaltete sich schwierig. „Ich habe oft gehofft, dass mir eine passende Halle gezeigt wird“, blickt Betriebschefin Monica Jung-Grunert erleichtert zurück. Der Standort in der Arolser Landstraße, an dem aufgearbeitete Möbel angeboten werden, bleibt bestehen. Der Umzug wurde möglich, weil das Besitzerehepaar Weber einen Anbau an die bestehende Halle setzte. „Als ich unsere neue Bleibe im Mai 2010 das erste Mal unter die Lupe genommen habe, habe ich gesagt: Perfekt – aber es fehlen 500 Quadratmeter“, erinnert sich Monica Jung-Grundert, die vor acht Jahren aus dem Ruhrgebiet nach Korbach kam und seitdem fest mit Sinn und Zweck des Werkhofes verbunden ist. Die Besitzer erklärten sich bereit, zu investieren, die Behörden gaben schnell ihr Ok – und so konnte der Umzug in zwei Wintermonaten vonstatten gehen. „Das war keine einfache Phase“, blickte Geschäftsführer Uwe Lutz-Scholten auf die kalte Jahreszeit und die „Herkulesaufgabe Umzug“ zurück. „Jetzt sind wir froh, endlich hier sein zu können.“ Dank und Anerkennung für die Arbeit des Werkhofes, bei dem momentan 16 Mitarbeiter mit meist psychischer Behinderung eine Stelle haben, kam von Vertretern der Stadt, des Landkreises, des Landes, des Jobcenters und der beteiligten und befreundeten Verbände. Von Dennis Schmidt Mehr in der WLZ vom 28. Februar 2011

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