Sparkasse Waldeck-Frankenberg 2011: Wachstum bei Bilanzsumme und Ertrag:

Werte schöpfen in der Region

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Waldeck-Frankenberg - Die Sparkasse Waldeck-Frankenberg präsentiert eine erfolgreiche Bilanz für 2011. Die Eckdaten zeigen auf Wachstum – ob Bilanzsumme, Gewinn, Kapitalanlagen oder Kreditgeschäft.

Die große Politik schaut auf die Bankenkonzerne – und das Taumeln unter Schuldenlasten, Pleitestaaten, Finanzjonglage und Wertberichtigungen bestimmt scheinbar das Weltgeschehen. Doch Arbeit und Wertschöpfung beginnt kleinräumig, solide, in der eigenen Region.

Und vor dem Hintergrund der seit 2007 anhaltenden Finanzkrise haben sich in der Branche viele regionale Kreditinstitute als Felsen in der Brandung bewährt: bodenständig, Gehör für kleinere Betriebe – und auch noch für den privaten Sparvertrag. Förderung in der Region

„Das müsste jedem begreiflich machen, wie hoch der Wert eines regional verankerten Kreditinstituts ist“, resümiert Michael Bott. Dabei richtet der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Waldeck-Frankenberg den Blick etwa auf kulturelles und soziales Engagement. Mit über 400?000 Euro hat das Unternehmen 2011 gemeinnützige und soziale Projekte unterstützt. Das reicht von Vereinen bis zum Seniorennachmittag.

Im Sport geht das Engagement vor allem in die Breite bei der Jugendarbeit. Grand-Prix der Leichtathletik und Hallenkreismeisterschaften der Fußballjugend sind Schwerpunkte. Dazu kommt Sponsoring für Spitzensport, den in Waldeck-Frankenberg die „Vipers“ aus Bad Wildungen in der Handballbundesliga der Frauen verkörpern.

Aus der Region heraus rekrutiert die Sparkasse ebenso den betrieblichen Nachwuchs. 40 bis 50 junge Leute sind im Schnitt der vergangenen Jahre in Ausbildung. Insgesamt verzeichnet das Kreditinstitut derzeit 543 Mitarbeiter, addiert Sparkassen-Vorstand Heinz-Robert Behle. Weiterbildung werde dabei weiterhin großgeschrieben. Bilanz: 2,1 Milliarden Euro Die Zahlenanalyse für das Geschäftsjahr 2011 zeigt eine „zufriedenstellende“ Entwicklung, formuliert Bott zurückhaltend. Die Kerndaten sprechen durchweg von Wachstum: l?Die Bilanzsumme kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. l?

Das Betriebsergebnis (Gewinn) stieg um 3,3 Prozent auf 26,6 Millionen Euro. l?Die im Vergleich der Sparkassen ausgewiesene „Cost-Income-Ratio“ verbesserte sich von 56,6 auf 55,6 Prozent. Im Klartext: Um einen Euro zu verdienen, musste die Sparkasse im vergangenen Jahr 55,6 Cent investieren.

Damit liegt das Waldeck-Frankenberger Institut auf Platz fünf aller hessischen Sparkassen. Durch Gewerbe- und Körperschaftsteuer der Sparkasse flossen für 2011 rund sieben Millionen Euro in die Region. Das freut vor allem Städte und Gemeinden. Chancen im Zinstief Stabil geblieben ist das Kreditgeschäft mit knapp 1,1 Milliarden Euro. An Kommunen, private und gewerbliche Kunden hat die Sparkasse dabei 2011 rund 153 Millionen Euro Darlehen neu vergeben, saldiert Heinz-Robert Behle. Während der Neubau seit Jahren stagniert, liegt der Schwerpunkt bei den Bauinvestitionen weiter auf Modernisierung und Sanierung. Mit Blick „auf Umwelt und Geldbeutel“ sei der Zeitpunkt für Investitionen derzeit günstig, betont Behle. Denn die Zinsen liegen auf historischem Tiefstand, zudem gibt es öffentliche Förderprogramme, etwa in Sachen Energiesparen.

Als wichtigen Aspekt bei der Kreditvergabe nennt Behle ebenso Existenzgründungen. 25 Gründer habe die Sparkasse 2011 erfolgreich begleitet, auch im Zusammenspiel mit öffentlichen Fördermitteln. Unterm Strich seien mit diesen Existenzgründungen 48 neue Arbeitsplätze entstanden oder in Planung.

Dem Kreditgeschäft gegenüber stehen Geld- und Kapitalanlagen der Kunden. Die Gesamtsumme der über die Sparkasse angelegten Vermögenswerte betrug Ende 2011 über 1,8 Milliarden Euro. Angesichts des inzwischen seit Jahren anhaltenden Zinstals tendierten Kunden durchaus wieder zu längerfristigen Anlagen, erklärt Bott. Ausblick der Sparkasse für das laufende Jahr: weiter leichtes Wachstum bei den Kundeneinlagen, leichter Rückgang dagegen im Kreditgeschäft mit Geschäfts- und Privatkunden. Dies hängt mit der abschwächenden Konjunktur zusammen. Investieren will die Sparkasse erneut in die eigenen Geschäftsräume. Nach Eröffnung der neuen Filiale im Volkmarser Bahnhof stehen 2012 Modernisierungen in Löhlbach und Vöhl auf dem Plan. (jk)

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