JSG Upland kämpft bei „Spielen ohne Grenzen“ um den Titel „Superverein 2014“ · Spieler aus A-, C- und D-Jugend dabei

„Wie im Fußball: Zusammenhalt entscheidet“

Willingen - Beweglichkeit, Tempo und vor allem Zusammenarbeit: Mit aus dem Fußball bekannten Tugenden ist die Jugendspielgemeinschaft Upland dem Titel „Superverein 2014“ nähergekommen.

Als zweite Gruppe­ kämpfte am Freitag die Jugendspielgemeinschaft Upland in den „Spielen ohne Grenzen“ darum, „Superverein 2014“ zu werden – wobei sie kein Verein im eigentlichen Sinne ist, sondern ein Zusammenschluss von mehreren Jugendmannschaften. Die Teilnahme am Wettbewerb war deshalb aber umso willkommener: „Das ist gut für den Zusammenhalt der ganzen JSG“, erklärte der stellvertretende Leiter Bernd Keindl, „sonst sind im Laufe einer Saison nur die zusammen, die gemeinsam spielen.“ Und so stellte sich eine Mannschaft aus verschiedenen Spielklassen dem Wettbewerb: Aus der A-Jugend waren Malte Oldemeier und Pascal Kesper dabei, aus der C-Jugend Hendrik Emde, Max Blömecke, Mirko Schmidt und Moritz Wilke, aus der D-Jugend Jannis Birkenhauer, Marco von der Heide, Sean Querl und Tristan Engelbracht. Beim ersten Spiel kam es auf Fußballertugenden an: Die Jungs zeigten Beweglichkeit und Kontaktfreude, als sie bei „der Raupe“ von hinten über alle ihre auf dem Bauch liegenden Mitspieler kletterten und sich am Anfang der Reihe selbst wieder hinlegten – am Ende mit einem Hechtsprung, schließlich kann es auf jede Sekunde ankommen. Konzentration war das A und O beim zweiten Spiel: Mit den Füßen mussten die zehn Jungs eine Flasche an ihren Nachbarn weitergeben, gezählt wurde, wie oft sie es durch den gesamten Kreis schaffte. Ein riskantes Spiel: Wäre die Flasche gefallen, hätte es gar keine Punkte gegeben. Als auf der letzten Runde die Beine zitterten, war Defensivspiel angebracht, kein zwanghaftes Weiterreichen – mit fünf Runden hatten sie schließlich die Übungsmannschaft, die es nur auf zwei gebracht hatte, in den Schatten gestellt. Am längsten dauerte der dritte Wettbewerb: Mit verbundenen Augen war ein Parcours zu absolvieren, in die Wertung ging die Durchschnittszeit aller zehn ein. Ein Spieler lotste seinen Kameraden dabei mit Worten – eine Rolle, die achtmal Sean Querl zufiel, nachdem er den zweiten Läufer gut dirigiert hatte. Mit zunehmender Übung kamen so immer wieder neue Bestzeiten zustande – die schnellste Runde lag bei 23 Sekunden. Weniger glücklich verlief der Teebeutelweitwurf. Zahlreiche mit dem Mund geschleuderte Teebeutel landeten knapp neben dem Hauptziel, einige gar hinter den Spielern. Eine Änderung der Schussposition brachte gelegentliche Erfolge, insgesamt zeigten die jungen Fußballer sich aber in dieser Disziplin nicht sehr treffsicher.Umso besser funktionierte schließlich ihr Zusammenspiel bei der Ballonkette: 20 Heliumballons reichten sie von Spieler zu Spieler weiter und verstauten sie im Kofferraum des Supervereinsbusses – des Hauptpreises im Wettbewerb. Ob sie diesen gewinnen, erfahren die Teilnehmer indes erst, wenn alle Wettbewerbe gelaufen sind – acht Vereine müssen sich den „Spielen ohne Grenzen“ noch stellen. Als Nächstes ist am Samstag, 7. Juni, die D-Jugend des TSV Korbach an der Reihe, Spielbeginn ist um 13.30 Uhr. Ob auch sie von Fußballertugenden profitieren kann, wird sich zeigen, aber der JSG-Leiter Herbert Hellwig sieht Parallelen zwischen der Jagd aufs runde Leder und den Spielen ohne Grenzen: „Ein Verein ist besser, wenn sich die Mitglieder absprechen und zusammenhalten.“

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