Gastgeber und Gäste zufrieden mit dem ersten deutschen Winterwandertag · Unterhaltsames Finale

Willingen gern erneut Gastgeber

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Start zur Abschlusswanderung, an der gestern 91 Wanderfreunde teilnahmen. s:

Willingen - Willingen ist gern bereit, den deutschen Winterwandertag, der in dieser Woche erstmals stattfand und gestern zu Ende ging, noch einmal auszurichten.

Die Idee zur Durchführung der Veranstaltung wurde bereits im August 2009 anlässlich des deutschen Wandertags in Willingen geboren. Knapp viereinhalb Jahre später ließ der Deutsche Wanderverband (DWV) jetzt den winterlichen Versuchsballon in der Uplandgemeinde steigen.

Entscheidung im Februar

„Es liegen uns bereits diverse Bewerbungen für die Ausrichtung weiterer Winterwandertage vor“, bestätigte DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks auf Anfrage der Waldeckischen Landeszeitung. Ob der Winterwandertag in Zukunft als regelmäßiges zusätzliches Angebot den alljährlich im Sommer stattfindenden deutschen Wandertag ergänzt, entscheidet das Präsidium des Wanderverbands bei seiner Sitzung am 21./22. Februar. Ute Dicks könnte sich vorstellen, den Winterwandertag eventuell alle zwei Jahre zu veranstalten.

Bürgermeister Thomas Trachte wertet die Veranstaltung auf jeden Fall als Erfolg, wenngleich das Wetter nicht so mitgespielt hat, wie es Gastgeber und Gäste eigentlich erhofft hatten. „Der Winterwandertag hat keine hohen Unkosten verursacht, und in einer belegungsschwachen Zeit sind ungefähr 500 Gäste nach Willingen gekommen“, so das Fazit des Gemeindeoberhaupts. Er hofft, dass der DWV der Uplandgemeinde die Chance gibt, sich den Winterwanderern noch einmal bei „richtigem Winterwetter“ zu präsentieren, kann sich aber ebenfalls vorstellen, dass die Veranstaltung gegebenenfalls auch ohne Mitwirkung des Deutschen Wanderverbands angeboten wird. „Wir müssen das mal mit den Vertretern der heimischen Wirtschaft klären.“

Positive Rückmeldungen

Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren durchweg positiv. Beim bunten Abend, der am Mittwoch im Brauhaus stattfand, dankte Thomas Trachte allen Teilnehmern, dass sie sich auf das Winterwandertags-Experiment eingelassen haben. Insbesondere würdigte er das große ehrenamtliche Engagement der Upländer Gebirgsvereins (UGV): „Was wäre der Wandertourismus ohne euch?!“ Ein spezieller Dank galt zudem Wirtschaftsförderer Dieter Pollack und Sabine Jäger, in deren Händen die organisatorische Arbeit lag. „Sie haben das richtig gut gemacht.“

Total begeistert

„Total begeistert“ vom ersten deutschen Winterwandertag zeigte sich Jürgen Wachowski. Der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer ist Verbandswanderwart des DWV. In Willingen hat er jetzt gemeinsam mit einer Kollegin die Gesundheitswanderungen geleitet. „Der Versuch, mit dem Winterwandertag etwas Neues in der Wanderbewegung zu schaffen, ist gelungen.“

Für gute Unterhaltung der Wanderfreunde sorgten der aus Willingen stammenden Comedian Jürgen Bangert, der von der ersten Minute an die Lacher auf seiner Seite hatte, und Matthias Korte, der als Linnenkerl die Besucher zu einem Ausflug in die Vergangenheit einlud. (bk)

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