Willinger zeigen Problemfelder auf und äußern Wünsche

An Willinger Entwicklung teilhaben

Willingen - Die Bürger für aktuelle Themen sensibilisieren, ihre Wünsche, Ideen und Visionen hören, offen miteinander reden, der Politik Hilfestellungen geben: Das sind Ziele des neuen Willinger Bürgerforums.

„Aus der Bürgerschaft, mit der Bürgerschaft, für die Bürgerschaft“: Unter diesem Motto möchten die Initiatoren des Forums möglichst viele Willinger mit auf den Weg in die Zukunft nehmen. Die Auftakt- und Informationsveran-staltung, bei der sich das WBF vorstellte, fand am Dienstag im Besucherzentrum statt. Sie lockte rund 200 Besucher an.

Post an 1300 Haushalte

Hermann Krumminga, Annegret Behle und Moderator Thomas Korte stellten die Ziele des Bürgerforums vor, dessen Gründung auf eine Umfrage zur Lebens- und Wohnqualität in Willingen zurückgeht. Im Zuge dieser Fragebogenaktion hatte Annegret Behle 1300 Haushalte angeschrieben (die WLZ berichtete darüber). Der Rücklauf verdeutlichte, welche Themen die Bürger im besonderen Maße beschäftigen: Sicherheit, Ordnung, Vandalismus und die Außenwirkung. Das Willinger Bürgerforum möchte die Fragen, die den Bürgern auf den Nägeln brennen, aus den Stammtischgesprächen herausholen, will Wünsche öffentlich machen und Transparenz herstellen. Die Akteure verstehen sich als Sprachrohr. Sie wollen Meinungen bündeln, Verbindungen herstellen und Netzwerke knüpfen. Sie sind bemüht um eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Gemeindevertretern und örtlichen Vereinen. Sie möchten möglichst alle Familien, Alters-, Berufs- und Unternehmensgruppen beteiligen, junge und alte Menschen, Alteingesessene und Neubürger. Als denkbare Ziele nannten die Sprecher die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung der Lebensqualität, ein harmonisches Miteinander von Bürgern und Gästen und den sensiblen Umgang mit der Natur.

Die Willinger haben die Möglichkeit, Themen von öffentlichem Interesse an das Bürgerforum heranzutragen, das sich dann um einen einheitlichen Informationsstand aller Bürger und um ein Feedback der Kommunalpolitiker bemüht, das wiederum einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Ziel ist letztendlich eine Auseinandersetzung mit den Entscheidungen der Politik und eine Teilhabe an gesellschaftlichen Entwicklungen.

Wie soll es jetzt konkret weitergehen? Hermann Krumminga zeigte sich angesichts der großen Besucherzahl euphorisch und hofft ebenso wie Annegret Behle auf zahl- reiche aktive Mitstreiter. „Wir können die vielen Themen nicht allein bewältigen.“

Eventuell Verein gründen

Neben den regelmäßigen Treffen der Akteure des Bürgerforums sollen immer wieder Veranstaltungen durchgeführt werden, um die Bürger über den aktuellen Sachstand bei relevanten Themen zu informieren. Neue Themenfelder sollen in Angriff genommen und die Sitzungen der politischen Gremien besucht werden. Es ist angedacht, eventuell einen gemeinnützigen Verein zu gründen.

Ortsvorsteher Michael Wilke wies darauf hin, dass sich der Ortsbeirat ebenfalls für die Bedürfnisse der Bürger ein-setzt, und lud zu den öffentlichen Sitzungen ein.

Infos über das WBF und ein Kontaktformular gibt es im Internet (www.willinger-buergerforum.de)

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