Ausländerbehörde überrascht von plötzlicher Abschiebung der Familie Celic

„Wir hatten keinen Spielraum“

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Korbach - Welche Rolle spielte welche Behörde bei der Abschiebung von Frau Celic und ihren Kindern? Und welchen Einfluss hatte der Landkreis? Das bürokratische Geflecht ist umfangreich.

Viele Menschen haben in den vergangenen Wochen Partei ergriffen für Baskim Celic, haben für ihn demonstriert und sich um seine Familie im Kosovo gesorgt. Viele Menschen haben sich auch gefragt, welche Behörde, welche Entscheidungen getroffen und warum?

WLZ-FZ haben nachgefragt – beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das beide Anträge der Familie Celic auf Asyl abgelehnt hat und bei der Ausländerbehörde Waldeck-Frankenberg. Über die Gründe der Ablehnung des Asyl- und Asyfolgeantrags, dürfe keine Auskunft gegeben werden, erklärte die Sprecherin des Bundesamtes.

„Kann jemand nicht als politisch Verfolger anerkannt werden, bedeutet das aber nicht zwangsläufig, dass er Deutschland auch verlassen muss“, schreibt die Sprecherin weiter, „diese Entscheidung trifft die zuständige Ausländerbehörde“. Die sei im „Fall Celic“ der Landrat in Waldeck-Frankenberg. Welchen Einfluss also hatte der Landkreis auf die Entscheidung zur Abschiebung nach der Ablehnung der Asylanträge? „Wir hatten keinen Spielraum“, betont der zuständige Sachbearbeiter der Ausländerbehörde beim Landkreis. (resa)

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 29. Februar.

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