Korbach:

„Wir wollen keine Kaiser-Wilhelm-Schule“

- Korbach. Die Pläne der Landesregierung, das Hessische Schulgesetz zu verändern, stoßen auf Widerstand. Am Samstag protestierten Lehrer in 14 hessischen Städten.Unter dem Motto „Wir wollen keine Kaiser-Wilhelm-Schule! Es ist 5 vor 12“ begann pünktlich eine Protestaktion der Lehrergewerkschaft GEW in der Korbacher Fußgängerzone.

Den Anlass für gut 20 Pädagogen, am schulfreien Samstag Passanten über drohende Rückschritte im Bildungssystem zu unterrichten, liefert der Entwurf der Landesregierung für ein neues Schulgesetz. Die Novelle stieß bereits nach der ersten Lesung im Landtag auf massive Kritik von Lehrern, Eltern und Schülervertretungen. Am 18. Mai ist die zweite Lesung vorgesehen. Protestaktionen gab es am Samstag zeitgleich in 13 weiteren hessischen Städten. „Die pädagogische Freiheit, den Unterricht eigenverantwortlich zu gestalten, wird im Gesetzentwurf gar nicht mehr erwähnt“, moniert Jutta Hellwig, Vorstandsmitglied des Waldecker GEW-Kreisverbands. Die ökonomische Verwertbarkeit von Bildung solle immer mehr den Alltag bestimmen.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 16. Mai.

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