Schützenblaskapelle Willingen begeistert Hunderte Zuhörer

Mit Witz und Charme

Willingen - Ein abwechslungsreiches Programm durch Tradition und Moderne bot die Schützenblaskapelle 
Willingen am Freitagabend ihren Zuhörern. Gleichermaßen glänzend aufgelegt war freilich 
Moderator Hans-Heinrich Genuit.

Nach knapp drei Stunden wollte das Publikum immer noch mehr: mehr von den flotten und schönen Klängen der Musiker der Schützenblaskapelle Willingen und mehr von Hans-Heinrich Genuit. Gemeinsam hatten die Musiker und ihr Moderator durch einen vergnüglichen und abwechslungsreichen Abend geführt – und jeder hatte auf seine Art begeistert.
Vor fast ausverkauftem Haus dirigierte Kapellmeister Michael Kahrig seine Musiker unbeirrt durch flotte Rhythmen, durch Klassiker der Blasmusik, aber auch durch eher unerwartete Gefilde. So standen auf dem Programm auch Stücke von „Queen“ oder Stevie Wonder. Eröffnet wurde der musikalische Reigen aber eher traditionell mit dem Marsch „Schloss Horneburg“, bevor das Schlagzeug bei „Best of Herb Albert“ und „Ein musikalischer Hexenkessel“ den Takt angab und das Tempo verdoppelte. Klatschen, Rufen und Jubel: Die Musiker machten es vor, und das Publikum zog gerne mit. Saubere und wohl studierte
Soloeinsätze von Flöte, Klarinette, Tenorhorn, Trompete, Posaune und Saxofon prägten diese erste Halbzeit des Programms. Und das ließ den Solisten viel Raum für ihr Können: Ein Medley rockiger Melodien, in dem die Besucher bekannte Melodien wie „Let’s twist again“ oder „See you later alligator“ wiederfanden, gehörten ebenso dazu wie jenes Medley der bekanntesten Queen-Melodien. Lauter Applaus und große Begeisterung waren der Lohn, den das Publikum gerne zahlte. Die große Überraschung des Programms allerdings wartete in der sonst eher unspektakuläreren zweiten Hälfte: Den „Hit des Jahres“ versprachen die Musiker und servierten „Tage wie diese“ von den Toten Hosen. Da verwandelten sich Trompeter in Sänger und das Publikum in eine begeisterte Menge – ein Glanzlicht des Abends. Ebenso wie Hans-Heinrich Genuit. „Warum wir das Wal­decker Lied nicht mehr spielen?“ fragte der gut aufgelegte Moderator. „Statt die Hand auf dem eigenen Herzen zu haben, hatten die Leute sie auf dem Herzen der Sitznachbarin“, gab er zur Antwort. Genuit witzelte und spaßte und entpuppte sich zum Knüller des Abends, als er Pfarrer Christian Röhling zur Saalwette verpflichtete: Um 50 Euro wettete er, dass der Pfarrer nicht samt Geige und einer weiblichen Stimme auf die Bühne käme, um zur Akkordeonbegleitung „Stille Nacht“ zu singen. Genuit verlor die Wette – und das Publikum gewann einen weiteren Programmglanzpunkt.

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