Korbach

Woolworth-Filiale gesichert

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- Korbach (nv). Nach dem Kauf der insolventen Warenhauskette Woolworth wollen die neuen Eigentümer expandieren. Das Bangen um das Korbacher Kaufhaus hat damit ein Ende.

„Wir wollen jede Woche eine neue Filiale eröffnen“, betonte Wollworth-Chef Dieter Schindel am Donnerstag in Düsseldorf, als er fünf Monate nach Entlassung aus dem Insolvenzverfahren das neue Unternehmenskonzept präsentierte. Künftig solle es in jeder deutschen Kleinstadt ab 30 000 Einwohnern eine Dependance der Billigkaufhauskette geben.

Inklusive Ortsteile zählt Korbach zwar nur rund 24 000 Einwohner, aber nach Angaben des Unternehmens ist der Standort in der Fußgängerzone ebenso gesichert wie der anderer bestehender Filialen. Bis auf das Sortiment, das mit der Neukonzeption überall angepasst werde, bleibe in der Kreisstadt alles beim Alten.

In der Bahnhofstraße arbeiten 30 Verkaufskräfte und Aushilfen. Vermieter der Korbacher Immobilie ist der US-Finanzinvestor Cerberus Capital Partners, der zahlreiche der deutschen Filialen besitzt.Die Zahl der Woolworth-Filialen könne langfristig von derzeit 163 auf bis zu 500 steigen, erläuterte Schindel seine Pläne für die Traditionsmarke. „Wir wollen Woolworth wieder zu einem großen Kaufhausunternehmen in Deutschland aufbauen.“ Pro Jahr plant er rund 50 Neueröffnungen.

Darüber hinaus sollen nach und nach alle bestehenden Märkte umgebaut werden, 65 allein im kommenden Jahr. Das gilt nach Unternehmensangaben auch für das Korbacher Kaufhaus – allerdings nicht im ersten Schwung. Die im Zuge des Insolvenzverfahrens erfolgte Verkleinerung von zwei Etagen auf eine, bleibt bestehen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 26. November.

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