Willingen / Korbach

Woolworth schließt Willinger Filiale, gute Aussichten für Korbach

- Willingen / Korbach (nv). Eine gute und eine schlechte Nachricht gibt es drei Monate nach der Insolvenz der Kaufhauskette Woolworth: Die Filiale in Korbach hat gute Aussichten auf Fortbestand, der Laden in Willingen ist seit Dienstag geschlossen.

Regale und Kleiderständer sind leer. Am Montag gingen die letzten Waren über die Ladentheke des Woolworth-Mini an der Willinger Hauptstraße. „Die nächsten Woolworth-Filialen finden Sie in Winterberg, Korbach und Brilon“, heißt es auf einem Schild im Schaufenster. Nach WLZ-Informationen arbeiteten zuletzt neun Verkäufer in der 240 Quadratmeter großen Filiale, die meisten – wie bei Woolworth üblich – in nicht sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Besser scheint es um das Kaufhaus in der Korbacher Fußgängerzone zu stehen. Die 56 Mitarbeiter, die auf über 4000 Quadratmetern – verteilt auf zwei Etagen – arbeiten, können Informationen unserer Zeitung zufolge mit dem Fortbestand ihrer Filiale rechnen. Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Ottmar Hermann hatte Anfang Juni erklärt, dass Hermann die Weiterführung von etwa der Hälfte der 311 Filialen anstrebe. Darüber hinaus müsse eine Transfergesellschaft für die Mitarbeiter der DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG entstehen. Der Übernahme in diese müssen 98 Prozent der Mitarbeiter zustimmen, damit das Konzept aufgeht. Die Abstimmungen darüber laufen derzeit. Woolworth Deutschland zählte vor Beantragung der Insolvenz am Ostersamstag rund 11 000 Beschäftigte in Deutschland und Österreich. Sitz der Hauptverwaltung ist Frankfurt.

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