Vöhler Gemeindevorstand stellt Haushaltsentwurf vor und empfiehlt Gebührenerhöhung für Wasser

„Zahlreiche Wünsche bleiben offen“

- Vöhl (resa). Kein pessimistisches Verharren, sondern Mut zur Veränderung: Dazu rief Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke während seiner Haushaltsrede am Montagabend auf. In Thal­itter legte er den Gemeindevertretern den Haushaltsentwurf für 2012 vor.

„Am Ende muss der Bürger alles, was wir beschließen und umsetzen, zahlen“, stellte Bürgermeister Harald Plünnecke am Ende seiner Haushaltsrede fest. Viele Wünsche der Ortsbeiräte blieben deswegen offen, ergänzte er, nur für das Nötigste sei noch Geld da. „Und damit komme ich an einen Punkt, um den wir nicht herumkommen“, erklärte Plün­necke und regte nach sieben Jahren eine Erhöhung der Wassergebühren an. Statt 1,82 Euro sollen Vöhler künftig 2,22 Euro für einen Kubikmeter Wasser bezahlen – bei einem Verbrauch von 100 Kubikmetern im Jahr bedeutet das eine Erhöhung von 64,10 Euro. Es sei nicht zulässig, die Sparte Wasser und Abwasser weiter zu subventionieren, die Einrichtung müsse sich selbst tragen, die Erhöhung sei deshalb unumgänglich, erklärte der Bürgermeister.

„Wir dürfen aber nicht pessimistisch verharren, sondern müssen den Mut dazu haben, das zu verändern, was wir positiv verändern können“, hatte Plün­necke aber schon zu Beginn seiner Rede betont. Auch in Zeiten knapper Kassen müsse Zukunft gestaltet werden. Rund 1,85 Millionen Euro will die Gemeinde deswegen in diesem Jahr in die 15 Ortsteile investieren. „Der Gemeindevorstand empfiehlt außerdem, die Anteile am Zweckverband Energie Wal­deck-Frankenberg (EWF) um weitere 500 000 Euro zu erhöhen“, erklärte Plünnecke, „das ist eine Investition in das Finanzanlagevermögen“. Es sei eine jährliche Rendite von rund 30 000 Euro zu erwarten. Erst im vergangenen Jahr hatte sich die Gemeinde mit 500 000 Euro am Zweckverband beteiligt.

Im Gesamtergebnishaushalt, in dem laufende Aufwendungen und Erträge aufgelistet werden, stehen Ausgaben von rund 8,38 Millionen Euro Einnahmen von etwa 7,66 Millionen Euro gegenüber. So beträgt etwa das Defizit im Jahresergebnis bei Brandbekämpfung, Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr 134 110 Euro. Denn bei den Einsätzen würden geringe Erträge erzielt.

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