Jugendliche und Kinder machen Vorschläge für ein besseres Korbach

Ein Zebrastreifen und Rammstein

+
Kinder und Jugendliche richteten ihre Vorschläge für ein besseres Korbach an Politiker und Jugendhausmitarbeiter. Mit dabei waren unter anderem (v.l.) Bürgermeister Klaus Friedrich, die Schüler Daniel Holzapfel, Viktoria Scheglow und Patrick Schwarz, die Moderatoren Jonas Sauerwald und Lisa Kunkis sowie Mark Potthof und Björn Schollmann vom Jugendhaus.

Korbach. - Kinder und Jugendliche wissen selbst am besten, welche Angebote in Korbach für die jüngere Generation fehlen. Was in der Kreisstadt alles besser laufen könnte, das erklärten die Schüler den Mitarbeitern der Stadt.

Schon in den Wochen vor der Veranstaltung „Mach mit in Korbach“ - der vierten dieser Art - hatten die Schüler in ihren Klassen überlegt, womit sie in Korbach unzufrieden sind. Die Liste ging an die Stadt und am Dienstag wurden viele der Punkte in der Louis-Peter-Schule diskutiert - egal ob Kino, Modeläden oder Buslinien.

Dunkelheit am Bahnhof

Bürgermeister Klaus Friedrich sowie Mitarbeiter der Verwaltung und des Jugendhauses nahmen die Ideen auf. „Wir wollen wissen, wo bei euch der Schuh drückt“, sagte Friedrich. Und die rund 20 Jugendlichen - meist Klassensprecher - waren vorbereitet. Die Mängelliste reicht von Löchern in den Netzen am Bolzplatz oder dem Wunsch nach einem Facebook-Auftritt der Stadt bis hin zu Themen, die das Stadtbild betreffen. So sei es am Bahnhof zu dunkel. Dort, so wie am Parkhaus, würde sich mancher nach 22 Uhr nicht sicher fühlen.

Unzufrieden mit dem Kino

An der Bushaltestelle Heerstraße wünschen sich die Schüler einen Zebrastreifen. Und am Knotenpunkt Südring/Frankenberger Landstraße setzen sich die jungen Korbacher für einen Kreisel ein. Zumindest bei Letzterem ist Friedrich optimistisch. Beim Thema Zebrastreifen sei es allerdings komplizierter, da die Straße nicht der Stadt gehöre. Viele Schüler ärgern sich zudem über unzuverlässige Buslinien. Dort verweist der Bürgermeister auf den Landkreis, der die Schulbusse über die EWF betreibt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Freizeitangebot. Mit dem Kino in Korbach sind die Kinder und Jugendlichen unzufrieden. Friedrich erklärt, dass die Stadt lange mit einem Betreiber eines neuen Kinos verhandelt habe, dieser habe letztendlich aber abgesagt. Dass in der Richtung etwas getan werden müsse, sei ihm bewusst. Besser sieht es da beim Einzelhandel aus. Die Jugendlichen wünschen sich Modeläden für junge Leute. Auch da habe es viele Gespräche gegeben, der Rathauschef hofft durch das neue Stadtquartier auf einen zusätzlichen Anreiz für Ketten, die sich bislang eher auf Großstädte fokussieren.

„Völkerball“ in Korbach

Neben den zahlreichen Vorschlägen der Kinder und Jugendlichen präsentierten die Jugendhausmitarbeiter Mark Potthof und Björn Schollmann sowie Christoph Knebel vom Kulturamt das, was in naher Zukunft an Angeboten geplant ist.

Beim Altstadt-Kulturfest kann bereits ein Wunsch, der an die Stadt herangetragen worden ist, erfüllt werden. Die Band „Monsters of Liedermaching“ wird in Korbach auftreten, für die älteren Jugendlichen und Erwachsenen soll zudem der Auftritt der Rammstein-Coverband „Völkerball“ ein Höhepunkt werden. Im Jugendhaus gibt es eine lange Filmnacht, in welcher „Der Hobbit“ gezeigt wird.

Die Mitarbeiter des Jugendhauses haben für die kommenden Monate zudem weitere Aktionen geplant. Bei Stadtrundgängen sollen die Jugendlichen und Kinder zeigen, an welchen Orten in Korbach etwas getan werden muss - seien es defekte Spielgeräte, fehlende Basketballkörbe oder Gebäude, die mit Graffiti verschönert werden könnten. Zudem ist die „K20-Open-Stage“ geplant. Dort darf jeder, der sein musikalisches oder auch poetisches Talent zeigen will, in entspannter Atmosphäre auftreten.

Kommentare