Frank-Walter Steinmeier beim SPD-Sommerfest in Korbach

"Zeigen, wo die Unterschiede liegen"

Korbach - Zwischen Cocktails und Parolen: Der frühere Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am Samstag beim SPD-Sommerfest in Korbach für Mindestlohn, Solidarrente und Bildung geworben.

Nach den Kandidaten Dr. Christoph Weltecke und Ullrich Meßmer steigt der frühere Außenminister auf die zum Podium umfunktionierte Treppe am Berndorfer Torplatz. Unten im "Loch" schenken Jusos Cocktails aus, es gibt Kuchen, Deftiges vom Grill. Markig teilt Steinmeier aus: Entscheidungen seien nicht Angela Merkels Sache, „ihr ist offenbar vieles egal.“ Und: „Christina Schröder als Frauenministerin ist jeden Tag ein Schlag ins Gesicht einer jeden modernen Frau.“ Pofalla ducke sich weg, de Maizière verursache Millionenkosten für eine Drohne, die nicht fliegen dürfe und Ramsauer habe ein Bahnchaos zu verantworten. Steinmeier wirbt für den Mindestlohn: „Es darf nicht sein, das jemand, der jeden Morgen zur Arbeit geht, beim Sozialamt betteln muss.“ Er setzt sich dafür ein, mehr Geld in die Bildung zu stecken und lehnt das Betreuungsgeld ab.

Im Pressegespräch erklärt Steinmeier mit Blick auf die schwachen Umfrageergebnisse der SPD: „Wir müssen darstellen, wo die Unterschiede liegen“. Viele würden ihre Wahlentscheidung erst kurz vor der Wahl treffen. (lb)

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ am Montag, 26. August 2013.

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