Willinger Schützenfest-Wochenende geprägt von guter Stimmung und Wetterkapriolen

Zeit zum Feiern und zur Begegnung

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Willingen - Das ist wieder mal so ein Schützenfest, von dem die Willinger noch lange reden werden. Just in dem Moment, als sich am Sonntag der große Festzug in Bewegung setzte, öffnete der Himmel seine Schleusen – und zwar heftig! Schade um die schönen Kleider ...

Das Wochenende war von guter Stimmung geprägt, aber auch von den Wetterkapriolen: von der außergewöhnlichen Wärme am Samstag und dem schweren Gewitterguss am Sonntag.

Es hat sich inzwischen zu einer schönen Tradition entwickelt, dass das Willinger Schützenfest mit einem Gottesdienst im Kurgarten eröffnet wird. Er wurde diesmal aufgrund der für Upländer Verhältnisse extrem warmen Temperaturen – das Thermometer kletterte auf mehr als 30 Grad im Schatten – kurzerhand in die evangelische Kirche verlegt. Pfarrer Christian Röhling und die katholische Gemeindereferentin Mechtild Essenberger gestalteten ihn gemeinsam mit den beiden Vorsitzenden der Schützengesellschaft, Christoph Bangert und Frank Wilke.

Schützenfest – das bedeute, Zeit miteinander zu haben, Gemeinschaft zu erleben und sich neu mit vielen Leuten zu verbinden, betonte Christian Röhling. Es sei Zeit zum Feiern, zum Anstoßen, zur Begegnung. Der Pfarrer stellte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung von Heimat heraus. „Heimat hat mit Erinnerungen zu tun, mit Liedern, Fotos, Geschichten.“ Manche, die früher hier gewohnt hätten, kämen extra zum Schützenfest, um viele Willinger auf einen Schlag zu treffen. Kirche habe ebenfalls mit Heimat zu tun.

Der Gottesdienst wurde von der Schützenblaskapelle unter Leitung von Michael Kahrig sowie von Jens Vogel (Trompete) und Christian Röhling (Geige) musikalisch ausgestaltet. Im Anschluss gedachten die Schützen am Ehrenmal hoch über Willinger der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Beim abendlichen Festball im Besucherzentrum sorgten die Himmeltaler Stimmungskanonen für gute Laune bis spät in die Nacht. Dabei stand das strahlende Königspaar Jürgen und Christine Hensel im Mittelpunkt des Geschehens.

Am Sonntag präsentierte sich Königin Christine ihren „Untertanen“ im aquafarbenen Sommertraum. Auch die Damen des Hofstaats und der befreundeten Vereine boten ein prächtiges Bild.

Pech, dass sich das kräftige Sommergewitter ausgerechnet zum Beginn des Festzugs über dem Weltcup-Ort entlud. Die Teilnehmer ließen sich davon aber nicht entmutigen. Sie wurden begleitet von der Willinger Schützenblaskapelle, dem Musikverein Bontkirchen, dem Tambourcorps des Musikvereins Wewelsburg, dem Musikverein Bühne und den Wülfershäusern, die in der Vergangenheit schon oft den Ton beim Willinger Schützenfest angegeben haben.

Bei Musik und Tanz vergingen auch am Sonntag die Stunden wie im Flug. Abends veranstalteten die Jungschützen ihr Vogelschießen. Am Montag wird der neue Willinger Schützenkönig ermittelt.

Von Ulrike Schiefner

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