Lichtenfels: Wenig Beherbergungsbetriebe, doch vergleichsweise gute Auslastung

Ziel für Naturliebhaber

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Wandertouristen fühlen sich wohl in Lichtenfels und seinen Stadtteilen; es gibt viele ausgezeichnete Wanderwege. Die meisten Gäste übernachten in Fürstenberg. Foto: Marianne Dämmer

Lichtenfels - Wer die Natur mag, fühlt sich in der „Waldeckischen Schweiz“ wohl – das ganze Jahr über. Mit einer durchschnittlichen Auslastung von 33,6 Prozent liegen Lichtenfelser Hotels und Pensionen im Vergleich zu anderen Kommunen im guten Mittelfeld.

Zwar liegen die Übernachtungszahlen in Lichtenfels nicht so hoch wie in den Tourismushochburgen – 21702 Übernachtungen wurden 2014 dort gezählt. Doch mit der durchschnittlichen Bettenauslastung liegen die Beherbergungsbetriebe in der Stadt im Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis Waldeck-Frankenberg gut im Rennen. „Eine Auslastung von mehr als 33 Prozent ist eine gute Botschaft für unsere Betriebe“, sagt Bürgermeister Steuber. Durchschnittlich 2,9 Tage bleiben die Gäste in Lichtenfels.

Aufgenommen in die Statistik werden nur Häuser mit mehr als neun Betten – in Lichtenfels sind das zwei Hotels, zwei Gasthöfe und zwei Pensionen, die insgesamt 177 Betten im Angebot haben. 2013 waren es noch sieben Betriebe mit 226 Betten. Dennoch haben sich die Übernachtungszahlen in den vergangenen beiden Jahren kaum verändert: 2013 wurden 21773 Übernachtungen gezählt, lediglich 71 mehr als 2014.

Ein Hoch verzeichnete die Stadt 2010: Damals wurden 26395 Übernachtungen verzeichnet. Das war eine deutliche Steigerung gegenüber mageren Jahren wie 2008, als es lediglich 19549 Übernachtungen in Lichtenfels gab.

Zum Vergleich: Die Gemeinde Vöhl zählt 22 Beherbergungsbetriebe mit einen Angebot von 2908 Betten – inklusive Campingplätze und Jugendherbergen – und 204832 Übernachtungen bei einer durchschnittlichen Bettenauslastung von 19,3 Prozent. In Waldeck gibt es 37 Betriebe mit 1640 Betten (ebenfalls mit Jugendherbergen und Campingplätzen), 117343 Übernachtungen und einer Bettenauslastung von 19,6 Prozent. Im Edertal liegt die durchschnittliche Bettenauslastung bei 16,3 Prozent, in der Gemeinde Diemelsee bei 12,6 Prozent.

Wanderer, Radfahrer, Angler

Das ausgedehnte Wandergebiet in der Mittelgebirgslandschaft der „Waldeckischen Schweiz“ rund um Aar, Orke und Nuhne zieht vor allem Touristen an, die unberührte Natur suchen; es wird zudem von Einheimischen gern zur Erholung genutzt. Auch für Radwanderer und Hobbyangler hat Lichtenfels viel zu bieten.

Die meisten Übernachtungen zählt nach wie vor der ausgewiesene Erholungsort Fürstenberg mit seinem großen Hotel; vor allem Gäste aus den Niederlanden, aber auch viele Motorradfahrer fahren die Igelstadt an. Doch auch in Sachsenberg, Neukirchen und Münden gibt es Landgasthäuser, Reiter- und Gasthöfe, die seit vielen Jahren an Urlauber vermieten.

Als nach wie vor positiv für die Entwicklung des Tourismus hat sich die Zusammenarbeit mit der Touristischen Arbeitsgemeinschaft „Erlebnisregion Edersee“ (TAG) erwiesen. Inzwischen ist die Stadt Lichtenfels Juniorpartner bei der Edersee Touristic (ET).

„Die Edersee Touristic bewirbt Lichtenfels mit, wir sind zufrieden“, betont Bürgermeister Steuber. So hat die ET einen Flyer drucken lassen, der den Lichtenfelser Panoramaweg ins Licht rückt – ein 65 Kilometer langer Rundweg, der die Ortsteile von Lichtenfels entlang landschaftlich besonders reizvoller Strecken verbindet. Auch das Radwegenetz soll über die Edersee Touristic besser beworben werden, sagt Steuber.

Von Marianne Dämmer

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