Umbau im Korbacher Zentrum soll Mitte Mai beginnen

Zukunftspläne für Trümmerfeld

Zwischen Kalkmauer und Berndorfer Tor erinnert nur noch die Ruine der Auffahrt (r.) an das Parkdeck. Die Fläche wird komplett neu gestaltet. Die Parkplätze sollen ab Mitte August etappenweise wieder zur Verfügung stehen.Fotos: Kleine

Korbach - Vom Parkdeck im Zentrum ist nur noch ein Trümmerhaufen geblieben. Im Mai soll der Neubau von Parkplätzen beginnen. Ebenso ist neues Pflaster in der Fußgängerzone am Berndorfer Tor vorgesehen.

„Hier brauchst du eine schlagkräftige Truppe“, prophezeite der Ingenieur Dirk Koch am Mittwochabend im Finanzausschuss des Korbacher Parlaments. Gemeint war in diesem Fall nicht die schlagkräftige Abrissfirma, die in den vergangenen Tagen das gesamte Parkdeck in Bauschutt zerlegt hat, sondern die Truppe, die ab Ende Mai die Fußgängerzone im „Loch“ neu pflastern soll.

Tempo ist wichtig, um die Geschäfte an der Einkaufsmeile nicht über Gebühr zu strapazieren. Wer dabei die Zuschläge erhält für die derzeit bedeutendste Baustelle in der Hansestadt, das soll sich Ende April nach öffentlicher Ausschreibung herausstellen. Somit ist Tempo angesagt im Parlament, um die Pläne zum Umbau im Korbacher Zentrum freizugeben.

Koch, Teilhaber des Ingenieurbüros Oppermann (Vellmar/Korbach), präsentierte im Finanzausschuss die technischen Details zu dem neuen Parkplatz an der Kalkmauer und zum Pflaster in der Fußgängerzone (wir berichteten). Der Korbacher Bauamtsleiter Stefan Bublak gab Einblick in die Gestaltung.

Vorgesehen ist etwa, die Linie der historischen Stadtmauer wieder sichtbar zu machen - begrünt und mit Sitzmöglichkeiten. Der Eingang zum neuen Parkplatz soll zur Fußgängerzone hin eine Pergola aus Metall erhalten.

Parallel zum Bauvorhaben der Stadt sind private Investitionen geplant. Die Eisdiele im „Loch“ wird neu gestaltet und vergrößert, neue Pläne gibt es ebenso für den Laden nebenan (Stoffe).

Empfehlungen für das Projekt gaben die Ausschüsse der Stadtverordneten diese Woche aber noch nicht ab. Erst wollen die Parlamentarier genauere Einsicht bekommen, was sich mit dem Umbau in der Fußgängerzone verändern wird. So wehrte sich SPD-Sprecher Helmut Schmidt etwa gegen ein „Schnellverfahren“, ohne das Konzept der privaten Investoren zu kennen. Bei der geplanten erhabenen Bühne, die die Stadt vor der Eisdiele einfügen will, zeigte sich die SPD skeptisch. Strittig ist auch noch, ob künftig ein Treppenaufgang vom Berndorfer Tor hinauf zur Arolser Landstraße verbleibt.

Am kommenden Donnerstag soll der Korbacher Architekt Hartmut Potthoff die privaten Umbaupläne im Rathaus vorstellen. Danach ist das Votum des Parlaments gefragt.

Von Jörg Kleine

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