Fläche an der Briloner Landstraße im Gespräch

Zwei Investoren wollen Kino in Korbach bauen

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Freie Fläche im Gewerbegebiet an der Briloner Landstraße in Korbach: Gleich zwei Investoren wollen zwischen ATU und Technischem Hilfswerk ein neues Kino-Center bauen, einer davon inklusive Bowlingbahn.

Korbach. Ganz großes Kino: Gleich zwei Wettbewerber wollen einen neuen Filmpalast in Korbach bauen. Möglicher Standort für das Kino-Center: Eine freie Fläche an der Briloner Landstraße zwischen ATU und Technischem Hilfswerk.

Es kann nur einen geben: einen Betreiber für ein Kino in Korbach. Bis dahin duellieren sich zwei Teams. Ein Geschäftsmann aus Korbach plant ein Kino mit fünf Sälen und rund 600 Sitzen inklusive Bowlingcenter. Zweiter Bewerber ist der Betreiber des Cineplex in Warburg, der ein Kino in ähnlicher Größe, aber ohne Bowlingcenter errichten möchte. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir zwei mögliche Investoren haben“, kommentiert Bürgermeister Klaus Friedrich die nach langer Suche und vielen Gesprächen für die Stadt komfortable Situation. 

Bullenhalle aus dem Rennen 

Gebaut werden soll das Kino nach aktuellem Stand im Gewerbegebiet in der Briloner Landstraße. Die Fläche ist zum größten Teil im Besitz der Stadt Korbach. Aus dem Rennen ist damit das Gelände der Halle Waldeck, das lange als potenzieller Standort gehandelt wurde. Bürgermeister Klaus Friedrich: „Die Bullenhalle ist für ein Kino nur bedingt geeignet, dort ist allgemeines Wohngebiet, das Baurecht müsste geändert werden und eine Regelung gefunden werden, die die Anwohner nur wenig belastet.“ Außerdem sei es von der Fläche her für die Investoren zu klein: „Beide wollen Erweiterungsflächen, die es dort nicht gibt.“ 

Auch von der Verkehrserschließung sei das Grundstück an der Briloner Landstraße besser geeignet. Doch noch ist nichts in trockenen Tüchern, beide Investoren sondieren laut Friedrich derzeit noch die Wirtschaftlichkeit des Standorts. 

Generell steht die Branche unter Druck. Die Investitionen sind hoch, der Markt schwierig: An der Kinokarte selbst ist kaum noch etwas zu verdienen, Popcorn und Cola sichern die Einnahmen. Die Konkurrenz zu mit Unterhaltungselektronik hochgerüsteten Wohnzimmern ist groß. Nur mit einem entsprechend großen Einzugsgebiet lassen sich genügend Besucher vor die große Leinwand locken. 

Drei Jahre ohne Kino 

Korbach ist seit drei Jahren ohne Kino: Das Rex-Kino-Center in der Innenstadt war im August 2013 überraschend ohne weitere Ankündigung geschlossen worden. Bereits 2011 hatte sich der gleiche Betreiber vom Kino in Bad Arolsen getrennt. Damit gibt es im Landkreis Waldeck-Frankenberg derzeit nur noch in Frankenberg und Willingen Kinos.

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