Korbacher Kanoniere schießen Salut vom Kiliansturm

Zwölf Böller für 2014 / Bildergalerie

Korbach - Drei Schuss in jede Himmelsrichtung: Die Kanoniere von Sankt Barbara feuerten vom Kiliansturm den Salut fürs neue Jahr. Seit 50 Jahren wird das Spektakel penibel in der Chronik festgehalten.

Alle Jahre wieder – und doch bietet das traditionsreiche Schauspiel stets ein neues Abenteuer. Denn Silvester auf dem Kiliansturm, hoch über der alten Hansestadt, ist im wahrsten Sinne ein erhabenes Erlebnis. Pünktlich um 14 Uhr steigen die Kanoniere der Korbacher Schützengilde 1377 am Silvestertag die 264 Stufen empor zur Turmstube der Kilianskirche. Werner Degowski stopft die zwölf Hakenbüchsen, und etliche Kinder schauen mit großen Augen zu, wie der Kanonier dann gekonnt die Lunte anlegt. Nichts darf schiefgehen, damit um Mitternacht alles bereit liegt zum Salutschießen ins neue Jahr. Bei strahlendem Sonnenschein genießen Kanoniere und Besucher vom „Balkon“ der Kirche den Panoramablick übers weite Land. Derweil zückt Friedrich Weber, Hauptmann der Bruderschaft Sankt Barbara, sein kleines Notizbuch. Schon seit 1952 böllern die Kanoniere vom Turm, und seit 1963, also seit 50 Jahren, wird in dieser Chronik jeder Turmgang genau festgehalten. Immer dabei sind auch die Zeitungsausschnitte der Waldeckischen Landeszeitung, die einen festen Platz haben in den Annalen der Korbacher Kanoniere.Zum guten Brauch gehört auch, sich an der Holzwand in der Turmstube mit Kuli, Taschenmesser oder Bleistift für die Nachwelt zu verewigen. Und jedes Mal sind neue Gäste mit von der Partie, denn ein Familienausflug an Silvester auf den Kiliansturm bleibt für alle Zeiten im Gedächtnis. (Jörg Kleine)

Eine Bildergalerie gibt es hier:

Kommentare