Kindergarten an Sachsenberger Knöchelhalle an einem Tag errichtet

Aufbau mit Zuschauern

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Sachsenberg - Der neue Kindergarten in Sachsenberg steht. In nur einem Tag wurde das Gebäude, das aus mehreren Modulen besteht, an der Knöchelhalle aufgebaut.

Ein 30 000 Tonnen schwerer Kran ist am Dienstag neben der Knöchelhalle postiert worden, um von dort aus die einzelnen Module durch die Luft nebeneinander an ihren Platz zu stellen – da ist Millimeterarbeit gefragt. Insgesamt neun Module werden zu einem Gebäude zusammengefügt, in das Anfang des kommenden Jahres der Sachsenberger Kindergarten einziehen soll.Bereits in der Nacht zu Dienstag haben mehrere Schwertransporter die Module in Sachsenberg angeliefert, abgesichert durch die Polizei. Gestern morgen begannen dann die Aufbauarbeiten – unter den neugierigen Blicken einiger Sachsenberger, allen voran Ortsvorsteher Lechky, sowie der Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten, die die Arbeiten an der Knöchelhalle bereit seit Anfang des Monats verfolgten. „Am 14. Dezember soll das Gebäude an die Stadt Lichtenfels übergeben werden“, erklärt Bauleiter Stefan Böttner von der Firma Kleusberg aus Wissen, die den Zuschlag für den Bau erhalten hatte. Doch bis zur Übergabe im Dezember ist noch viel zu tun. Bereits heute beginnt der Innenausbau: Gipsfertigstellwände werden einseitig gestellt, dann folgt ab Montag die Installation von Elektro-, Heizung- und Sanitäranlagen und wiederum eine Woche später beginnen Dachdeckerarbeiten und Wärmedämmung, zählt Bauleiter Böttner auf. Bis zu 25 Mitarbeiter werden bis Dezember vor Ort sein, um die Arbeiten zu erledigen. Zwischen zwölf und 15 Tonnen wiegt ein Modul, insgesamt wird der Bau 15,5 Meter lang und 4,50 Meter breit. Anfang September wurde mit den Arbeiten für das Fundament begonnen. Entstehen wird ein zweigruppiger Kindergarten; jede Gruppe erhält zwei Räume mit insgesamt 94 Quadratmetern, hinzu kommen Spielflur, Hauswirtschaftsraum und Windfang. Die Nutzfläche beträgt insgesamt rund 450 Quadratmeter, erklärt Bürgermeister Uwe Steuber. Der große Vorteil der neuen Lage direkt angrenzend an die Knöchelhalle: „Die Kinder können die Halle als Bewegungsraum nutzen, die Stadt konnte dadurch den Bau weiterer Module einsparen“, betont Steuber. Insgesamt 964 000 Euro sind für den neuen Kindergarten veranschlagt. Die Kirche gibt als Träger einen Zuschuss in Höhe von 99 000 Euro, der Bund schießt 105 000 Euro zu und der Landkreis Waldeck-Frankenberg 198 000 Euro. Die 578 000 Euro, die der Stadt verbleiben, werden durch ein zinsloses Darlehen finanziert.Derzeit werden 36 Mädchen und Jungen im alten Sachsenberger Kindergarten betreut. Bis zu 45 Kinder können im neuen Hort Platz finden. Der trägt, wenn er fertig ist, nicht nur die Handschrift von Architekten, Planern und Handwerkern, sondern auch die der Erzieherinnen: „Wir haben die Farben ausgewählt“, erklärt Kindergartenleiterin Irene Dippel. Gesetzt haben sie dabei auf warme, positive Farben wie Grün, Gelb und Orange – da ist Wohlfühlen garantiert. (md)

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