Kohlemonoxidalarm in Wohnhaus - Weiterer Bewohner schwer verletzt

Neukirchenerin stirbt bei Gasunfall

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Rettungskräfte lüften das Gebäude.

Lichtenfels-Neukirchen. Eine 71-jährige Neukirchenerin ist Freitagmittag in ihrer Wohnung an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben, ein 34-Jähriger wurde schwer verletzt. Die Ursache ist völlig unklar.

Kohlenmonoxid hat am Freitagmittag eine Neukirchener Seniorin getötet und ihren Nachbarn schwer verletzt. Die Ursache des tödlichen Unfalls in einem Wohnhaus nahe der Kirche ist laut Polizeipressesprecher Volker König noch völlig unklar: Die Polizei habe keinerlei Hinweise auf einen Suizid, auch der Ofen und die Heizungsanlage würden als Ursache ausscheiden. Die Kriminalpolizei versuche, die Ursache herauszufinden.

Eine Nachbarin habe die Seniorin entdeckt: Die 74-jährige Frau hatte sich gewundert, dass sie nicht wie üblich am Bäckerwagen aufgetaucht war, der in der Nähe hielt. Als sie heimkehrte, schaute sie in der Wohnung der 71-jährigen nach dem Rechten, entdeckte den leblosen Körper und alarmierte um 12.30 Uhr die Feuerwehr.

Am Haus nahe der Kirche eingetroffen, kontrollierten die Einsatzkräfte die Luft, das CO-Meldegerät schlug Alarm. Mit Atemschutzgeräten gingen die Feuerwehrleute ins Gebäude vor, und entdeckten die Leiche der Frau. Sie kontrollierten auch die dritte Wohnung im Gebäude und fanden den schwer verletzten Bewohner in seinem Bett.

Mit einem Tragetuch brachten sie ihn nach draußen, berichtet der stellvertretende Stadtbrandinspektor Herbert Knipp, der den Einsatz leitete. Der Verletzte wurde zunächst im Rettungswagen versorgt, dann aber in die Marburger Klinik gefahren. Dort wird er in einer Druckkammer mit Sauerstoff versorgt.

Die knapp 35 Brandschützer von den Wehren Rhadern und Lichtenfels-Süd nutzten Lüftungsgeräte, um das Gas aus dem Gebäude zu entfernen.

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