Evangelischer Zweckverband für Bad Arolsen, Twistetal und Volkmarsen ab 1. Januar 2017

Kindergärten arbeiten zusammen

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Auch die Tagesstätte Berndorf wird künftig dem Kindergartenzweckverband angehören.

Twistetal. Twistetal schließt sich mit Bad Arolsen und Volkmarsen zu einem gemeinsamen evangelischen Kindergartenzweckverband zusammen, die drei Kindertagesstätten sind bereits in der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinden und werden von der politischen Gemeinde überwiegend finanziert.

Der größere Zusammenschluss gewährleistet nach den Worten von Bürgermeister Stefan Dittmann und von Claudia Preising vom Kirchenkreisamt, dass die pädagogische Qualität stimmt, die örtlichen Pfarrer von Leitungsaufgaben und die Kirchengemeinden entlastet werden, die personelle Versorgung innerhalb des Zweckverbandes sichergestellt wird und auch die Herausforderungen aus dem Kindergartenfördergesetz (Kifög) gemeistert werden. Dies erklärten sie in der Sitzung des Finanzausschusses.

Doppelspitze

Dort wurden aber auch kritische Nachfragen vor allem aus der SPD-Fraktion gestellt. Der Zweckverband wird von einer Doppelspitze geleitet und einem Kuratorium aus Vertretern der Kirche und der Kommunen mit gesteuert.

Neben der Fachaufsicht stehen die Beratung der Kindergartenleitungen und des von der Landeskirche finanzierten geschäftsführenden Pfarrers , die Koordination des Personaleinsatzes, Fortbildung , Qualitätsmanagement, das religionspädagogische Angebot, die Vernetzung der Kindergärten und die Kooperation mit Landkreis und Landeskirche im Stellenprofil für die Fachkraft. „Ich bin gespannt, wer sich bewirbt, das ist eine anspruchsvolle Tätigkeit“, sagte Claudia Preising.

Evangelische Bewerber bevorzugt

Die Stelle werde zunächst für eine evangelische Bewerberin (bzw. Bewerber) ausgeschrieben, sagte sie auf Nachfrage des SPD-Gemeindevertreters Ralph Backhaus. Schließlich sei es ein evangelischer Zweckverband. Das schließe aber nicht aus, dass bei passender Eignung eine Fachkraft mit anderer konfessioneller Zugehörigkeit den Posten wahrnehmen dürfte. Die Einstellung einer pädagogischen Leitung ohne konfessionelle Bindung bedürfte der Genehmigung durch die Kirche, erklärte Preising auf Nachfrage von Backhaus.

 

Ablehnung

Der als Geschäftsführer vorgesehene Pfarrer Christian Rehkate übernimmt die Aufgaben des Dienstherrn, ist für die Personalentwicklung, die Zusammenarbeit mit den Kindergartenausschüssen und der Mitarbeitervertretung zuständig. Neben der pädagogischen Qualität wird als Vorteil einer Kooperation über die politischen und kirchlichen Gemeindegrenzen hinweg ein flexibler personeller Einsatz als Argument angeführt.

Die Bildung eines großen Zweckverbandes stößt auf kommunaler Seite auch auf Widerspruch. Der Vertreter der SPD stimmte am Dienstag im Ausschuss dagegen, vier Gemeindevertreter votierten dafür.

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