Twister Festspiel aufgepeppt

Geschichte mit einer Prise Humor

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Lebhaft wird in Twiste für das Stück „Twister, Ritter, Originale“ zum Freischießen geprobt. In der Sage vom Glockenborn symbolisieren Blumentöpfe die von Mönchen herbeigeschafften Glocken für die St.-Veith-Kirche.

Die Ritter Friedrich und Hans von Twiste haben natürlich ihren Auftritt, wenn „Twister, Ritter, Originale“ erstmals am Samstag, 21. Mai, die Bühne in der Mehrzweckhalle erobern.

Ansonsten werden die Twister ihr Festspiel zum Freischießen jedoch kaum wiedererkennen. Statt wie jahrzehntelang üblich mit den „Herren von Twiste“ im 16. Jahrhundert zu verharren, bietet die neue Inszenierung der Freilichtbühne eine kurzweilige Zeitreise durch 500 Jahre Twister Geschichte(n).

 Die Zuschauer dürfen sich also auf ein überraschendes Stück mit Wiedererkennungswert freuen, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Selbst für gestandene Darsteller der Freilichtbühne bleibt die noch rund eine Woche laufende Probenarbeit spannend.

Entstanden ist „Twister, Ritter, Originale“ aus der Feder von Ralf Israel als Antwort auf die sinkenden Publikumszahlen beim traditionellen Festspiel. „Wir haben festgestellt, dass die Resonanz auf die ‚Herren von Twiste‘ nicht mehr so hoch ist, und haben davon Abstand genommen“, begründet Bühnenvorsitzender Dr. Theo Berlitz den Schritt in neue Gefilde.

Dem Spiel wird dies zugute kommen: allein durch das Fehlen großer Massenszenen werden rund fünfzig Darsteller weniger auf der Bühne gebraucht. Die Spielzeit wurde auf rund neunzig Minuten verkürzt. Auch die anstrengende monatelange Probenarbeit hat Regisseur Erich Müller, der in Twiste bereits den „Sommernachtstraum“ auf die Bühne gebracht hat, deutlich gestrafft. (sim; ausführlicher Bericht in der gedruckten Ausgabe der WLZ)

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