Waldecker Kanonentreffen auf dem Sportplatz Mühlhausen

Kanoniere lassen es tüchtig krachen

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Die Kanonengruppen St. Georg (r.) und St. Barbara luden zum Waldecker Kanonentreffen nach Mühlhausen ein.

Pulverdampf und lautes Geböller kündeten den ganzen Tag vom Waldecker Kanonentreffen in Mühlhausen. Höhepunkt war das gemeinsame Abfeuern der Kanonen durch den amtierenden Schützenkönig Harald Schultze.

Dazu hatten die Kanoniere aus dem Waldecker Land, aus dem Landkreis Kassel und Westfalen die Zünder der 30 Geschütze durch Drähte miteinander verbunden, um die Salven zusammen elektrisch zu zünden. Gemeinsames Hobby

„Wir wollen unser Hobby mit anderen Schützenbrüdern pflegen“, sagt Friedrich Gröteke von der vor 50 Jahren gegründeten Kanonengruppe St. Georg der Schützengesellschaft Mühlhausen. Dabei würden alle Sicherheitsvorschriften eingehalten.

Dazu wird eine Sperrzone vor den Geschützen eingerichtet, müssen Kanonen wie Vorderladerbüchsen regelmäßig amtlich geprüft werden und dürfen nur ausgebildete Kanoniere böllern.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde auf dem Sportplatz Mühlhausen nicht nur geböllert, sondern genossen die in farbenfrohe Kostüme gehüllte Schützenbrüder das Miteinander mit Gruppen von auswärtigen Vereinen. So waren neben Kanonieren aus den in der Historischen Schützengemeinschaft Waldeck zusammengeschlossenen Gesellschaften andere Vereine mit ihren Geschützen vertreten.

So kamen unter anderem die Kanoniere der Helser Schützengesellschaft und die Böllerschützen St. Heinrich Sudagen aus dem Paderborner Land nach Mühlhausen. Sie feuerten Salven aus Hand- und Schaftbüchsen ab, die auch einen ordentlichen „Wumms!“ machten.. Der Vorsitzende der Schützengesellschaft Mühlhausen, Karl-Heinrich Will dankte den Schützen für die Ausrichtung des Treffens und die Disziplin beim sicheren Ablauf des Schießens.

 Und er lud die Schützenbrüder zur nächsten Jubiläumsfeier ein: Am 17. Juni 2017 wird dort das 450-jährige Bestehen der Schützengesellschaft gefeiert. Ein weiteres Jubiläum steht 2023 an, dann wird die Kanonengruppe St. Barbara 50 Jahre alt. (ah)

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