E-Commerce wichtiges Standbein für Twister Firma Müller Kunststofferzeugnisse

Kleines, innovatives Unternehmen

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Gut im Geschäft mit Plastikkisten: Die Firma ab-in-die-Box / Müller Kunststofferzeugnisse besuchten die Nordwaldecker Bürgermeister. Unser Bild zeigt, v.l.: Die Bürgermeister Elmar Schröder (Diemelstadt) und Jürgen van der Horst (Bad Arolsen), die Firmeninhaber Sonja, Maik und Herbert Müller sowie die Rathauschefs Stefan Dittmann (Twistetal) und Hartmut Linnekugel (Volkmarsen).

Twistetal-Twiste. Dass Herbert Müller einmal aus einem kleinen Zwei-Mann-Betrieb für den Bau von Kunststoff-Behältern und anderen Plastikteilen ein bei Internetkunden und im Fachhandel gefragtes Familienunternehmen machen würde, hätte sich der bald 70-Jährige nicht gedacht.

   Als Werkzeugmacher hat sich der Twister mit seinem Schwager 1974 zunächst in Herbsen selbstständig gemacht und - ganz Selfmade-Mann - schrittweise eine kleine, aber innovative Firma mit zwölf bis 14 Mitarbeitern aufgebaut. Die vier nordwaldeckischen Bürgermeister informierten sich gestern.

Nächste Generation

In die Betriebsleitung sind vor ein paar Jahren Sohn Maik (Kunststoffformgeber) und Tochter Sonja (Bürokauffrau) mit eingestiegen. Beide steuern die erfolgreiche E-Commerce-Schiene, die dem Unternehmen einen festen Platz am Markt und damit Umsatz sichert. Ein Marburger Unternehmen betreut und erneuert die Homepage regelmäßig.

Der finanzielle Aufwand ist hoch, jedoch muss das Unternehmen für eine günstige Platzierung bei der Google-Suche ständig up to date sein. Das kostet etwa so viel wie ein Außendienstmitarbeiter. Dennoch hält das kleine Unternehmen an dem Shop-System fest.

Neubau

Stolz berichtet Seniorchef Müller über die bei 4,9 und damit an der Spitze liegenden Bewertungen von Lieferung, Ware und Kundenservice in dem Trusted-Shops-System. Dabei gibt es in Hessen 150 000 Shops im E-Commerce – Tendenz steigend.

 Im vorvorigen Jahr wurde der dringend für die größeren Maschinen und die Lagerung benötigte Neubau mit 9,50 Meter Hallenhöhe bezogen. Dort werden aus Polypropylen zur Hälfte die Aufbewahrungsboxen für die verschiedensten Produkte hergestellt, die zum Teil übrigens im Hausverkauf angeboten werden. Zudem werden Schrauben und andere Kunststoffprodukte produziert.

 Den eigenen Werkzeugbau hat das Unternehmen geschlossen, inzwischen werden deutlich größere Werkzeuge benötigt. Hier setzt aus Kostengründen der Familienbetrieb auch auf Erzeugnisse aus China und ist mit der Qualität zufrieden.

Lagerflächen benötigt

Über die Höhe der Umsätze oder Investitionen im siebenstelligen Bereich möchte Müller nicht öffentlich reden. Doch läuft das Geschäft gut. Mehr wachsen sollte die Firma in personeller Hinsicht nicht, sagt der Senior.

Allerdings werden inzwischen zusätzliche Lagerflächen benötigt. Für wünschenswert hält er eine schnellere Internetverbindung. Die Übertragungsrate bei CAD-Dateien sei schlecht. 

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