"Fleißige Bienen" Berndorf feiern 40. Vereinsjubiläum

Landfrauen unentbehrlich für den Ort

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Rosen für die Landfrauen zum 40-jährigen Bestehen des Berndorfer Vereins. Unser Bild zeigt die Vertreterinnen des Vorstands von Berndorf mit Beate Freitag (3. v. l.) an der Spitze und des Bezirksverbandes, Vorsitzende Elke Jäger (r.), sowie Bürgermeister Stefan Dittmann, neues förderndes Mitglied des Vereins in Berndorf.

 Rosen für die Mitglieder des Landfrauenvereins Berndorf, zwei neue Beitritserklärungen für die Vorsitzende Beate Freitag: Die gestrige 40-Jahr-Feier war ein denkwürdiges Ereignis im Leben des derzeit 93 Mitglieder zählenden Vereins.

Für den Ort sind die Landfrauen unentbehrlich, so die Bezirksvorsitzende Elke Jäger. Der Vereine erhalte die dörfliche Gemeinschaft attraktiv und lebenswert. Dabei lade der Verein zum Mitmachen ein und probiere immer wieder Neues aus.

Frauen aus verschiedenen Berufsgruppen und Schichten seien in den Landfrauenvereinen versammelt. Ideenreiche Vereinsarbeit und ein vielfältiges Angebot zeichnen deren Arbeit aus, sagte Elke Jäger.

Auf das Logo der Landfrauen anspielend, sagte Bürgermeister Stefan Dittmann: „Das große Volk der fleißigen Bienen unterstützt die örtlichen Vereine.“ Unentbehrlich im Dorf So wäre die Verpflegung beim vergangenen Kreisjugendzeltlager der Jugendwehren ohne den Einsatz der Landfrauen nicht möglich gewesen.

Der Landfrauenverein sei 1976 gegründet worden, als das Bild der Frau mit Haushalt, Kinderhüten und Herd noch vorherrschend gewesen sei.

Doch die Gesellschaft habe sich geändert. Dabei habe sich der Verein immer wieder neu erfunden. Der Rathauschef überreichte nicht nur ein Geldpräsent der Gemeinde, sondern erklärte zugleich den Beitritt zum Landfrauenverein als förderndes Mitglied.

Ortsvorsteher Manfred Emde sprach angesichts des Nachwuchsproblems die Hoffnung aus, dass sich „ein paar Landfräuleins finden“. Die Landfrauen hätten sich wegentwickelt vom Bild der Frau in der Landwirtschaft, sagte Emde und verwies auf das Angebot an Exkursionen und Vorträgen und Weiterbildungen. Zudem leisteten die Landfrauen wichtige Hilfe im Dorf.

Vorsitzende Beate Freitag erinnerte an die Gründung 1976 durch die spätere erste Vorsitzende Luise Stockhausen, Ilse Scriba und Else Scheele mit Unterstützung der heute neunzigjährigen Bezirksvorsitzenden Erna Niederquell. Große Fahrten, darunter in die Niederlande oder die frühere DDR, Modenschauen und „Bunte Abende“ gehörten zum Angebot.

Dominierten früher land- und hauswirtschaftliche Themen das Vereinsleben, so verstehen sich die Landfrauen heute als Interessensvertretung aller Frauen im ländlichen Raum. Heute geht es um gesundes Frühstück für Schulkinder, Verbraucherthemen oder die Vermarktung regionaler Produkte.

Zudem unterstützen die Landfrauen auch die großen Zusammenkünfte der Landsenioren, des Bezirksverbandes und des zentralen Landfrauentages. Den Hessentag im benachbarten Korbach 2018 haben die Frauen ebenfalls fest im Blick.

Pfarrerin Christel Wagner (Meineringhausen) und der Posaunenchor gestalteten zum Auftakt einen Gottesdienst. Claudia Thiel referierte über Trennendes und Gemeinsames von Mann und Frau.

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