Handwerksbetrieb Harald Fahle von Agentur für Arbeit ausgezeichnet

Vorbild als Ausbildungsbetrieb

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Der Heizungs- und Sanitärhandwerksmeister Harald Fahle (2.v.l., neben Ehefrau Beate) ist von der Bundesagentur für Arbeit mit einem Zertifikat für außergewöhnlichen Einsatz in der Ausbildung geehrt worden. Die Urkunde überreichte ihm Bernd Wilke, Leiter des operativen Geschäfts für Waldeck-Frankenberg. Rechts Julia Büchsenschütz-Göbeler, Arbeitgeberservice der Agentur für Twistetal und Volkmarsen.

Harald Fahle, Inhaber des Heizung- und Sanitärbetriebs in Twiste, hat  von der Agentur für Arbeit eine Auszeichnung für besonderes Engagement in der Ausbildung bekommen.

Mit der Urkunde solle besonders der Einsatz der kleineren Betriebe gewürdigt werden, so Bernd Wilke, Bereichsleiter bei der Arbeitagentur in Korbach. Zudem wolle die Agentur auf die Vorzüge des dualen Ausbildungssystems aufmerksam machen. Unter 327 Ausbildungsberufen könnten junge Menschen wählen. Allerdings seien von 1000 offenen Ausbildungsplätzen in Waldeck-Frankenberg 200 nach wie vor unbesetzt. Auch Harald Fahle hat nach einem Auszubildenden suchen müssen, bis Ahmed Cengiz (20) aus Berndorf um eine Lehrstelle bat. Nach einem vierwöchigen Praktikum im vorigen Sommer wusste Fahle, dass die beiden zusammenarbeiten können. Selbstständig arbeiten „Mir ist es wichtig, dass die Mitarbeiter schnellstmöglich auf eigene Füße kommen, eigenverantwortlich arbeiten und dabei auch Fehler eingestehen können“, macht er die Bedürfnisse eines so kleinen Betriebs deutlich. Der angehende Anlagenmechaniker Heizung, Sanitär, Lüftung Cengiz lernt einen sehr vielseitigen Beruf, der von der Planung und Installation von Solarmodulen auf dem Dach über Sanitäreinrichtungen und Lüftungsanlagen bis hin zu moderner Heiztechnik reicht, Beratung, Wartung und Reparatur einschließt. Neben der betrieblichen Ausbildung gehören Blockunterricht an der Berufsschule sowie überbetriebliche Lehrgänge und Ausbildung der Handwerkerschaft dazu. Mal kann der Arbeitstag etwas länger dauern als von 7 bis 16 Uhr, doch die zusätzliche Zeit wird gutgeschrieben, so dass es bei einer 40-Stunden-Woche bleibt, erklärt Beate Fahle die notwendige Flexibilität. „Wir wollen die Auszubildenden nicht als billige Arbeitskräfte einsetzen“, betont sie. Zwei Lehrlinge Zwei Lehrlinge haben bisher bei Fahle gelernt, sie sind dann auf eine Technikerschule gegangen. Inzwischen sind bei ihm seit dem vorigen August ein Geselle und der Auszubildende beschäftigt.

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